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Historischer AnsturmJakobsweg zählt erstmals über 500.000 Pilger

Herbstliche Blätter an einer Mauer und ein Durchgang

Herbstliche Wege: Pilger meiden Massen auf dem Jakobsweg (Symbolbild).

Eine neue Bestmarke wurde für den bekannten spanischen Pilgerweg gemeldet.

Auf Spaniens bekanntem Jakobsweg gibt es einen außergewöhnlichen Zustrom an Menschen. Eine neue Höchstmarke wurde im Jahr 2025 erreicht, da zum ersten Mal über 500.000 Personen ihre Wallfahrt nach Santiago de Compostela beendeten. Für die eintreffenden Pilgernden wurde vom zuständigen Pilgerbüro eine beispiellose Anzahl von 530.987 Urkunden registriert.

Sogar gegen Ende des Jahres lässt der Zustrom nicht nach; am Silvestertag allein kamen 257 Personen an ihrem Bestimmungsort an. Eine klare Entwicklung ist erkennbar: Zunehmend mehr Wanderer weichen auf die Wintersaison aus, um den Menschenmassen im Sommer auszuweichen. Bemerkenswert ist, dass im Jahr 2025 weibliche Pilger mit 53,4 Prozent die Mehrheit darstellten. Das berichtet „DER SPIEGEL“.

Mit 228.527 Menschen stammte die umfangreichste Pilgergruppe aus Spanien. Anschließend rangierten Wallfahrer aus den Vereinigten Staaten mit 43.980, gefolgt von Italien mit 26.680 und Deutschland mit 24.356 Personen. Ein Ende dieses Booms ist nicht in Sicht und es wird von einer Fortsetzung des Trends ausgegangen.

Schon während des Mittelalters zählte die Route zur Grabstätte des Apostels Jakobus zu den viel begangenen Wallfahrtswegen. Die Zahlen stiegen nach der Neubelebung in den 1980er-Jahren, einer Zeit mit nur einigen Tausend Wanderern jährlich, geradezu explosionsartig an. Eine neue Rekordmarke wird für das Jahr 2027 prognostiziert, da dann das kommende heilige Jakobusjahr ansteht, welches immer dann gefeiert wird, sobald der 25. Juli ein Sonntag ist. Allerdings erzeugt dieser gewaltige Zulauf auch zunehmenden Ärger unter den Anwohnern. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.