Abo

+++ LIVE +++ Köln - Bremen im Ticker Ache zum 2:0 – und FC weiter in Überzahl

+++ LIVE +++ Köln - Bremen im Ticker Ache zum 2:0 – und FC weiter in Überzahl

Irre Gold-AktionDeutscher will 13 Kilo nach Russland schmuggeln – mit bitterem Ende

Beschlagnahmtes Gold und Handschellen

Copyright: IMAGO / Zoonar

Beschlagnahmtes Gold und Handschellen.

Ein Mann aus Deutschland versucht, 13 Kilo Gold über die russische Grenze zu bringen.

Ein damals 58 Jahre alter Deutscher lenkt an einem verregneten Tag im August 2024 sein Mercedes-Wohnmobil über die Grenze zwischen Estland und Russland. Doch sein Ausflug wird am russischen Kontrollpunkt Schumilkino jäh gestoppt. Misstrauen kommt bei den Grenzschützern des Inlandsgeheimdienstes FSB und den Zollbeamten auf, die das Fahrzeug daraufhin einer genauen Prüfung unterziehen.

Die ganze Wahrheit kommt durch eine Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen zum Vorschein. Die Zöllner finden in einem Versteck unter einer Ablage im Stauraum eine erstaunliche Ladung: zwölf Barren Gold, geprägt mit „Degussa – Fine Gold – 999,9 – 1.000 g“. Neun zusätzliche, kleinere Barren und auch sogenannte Tafelbarren tauchen in einer Reisetasche auf. Die Gesamtmenge beläuft sich auf 13 Kilo Gold, das damals einen Wert von circa 900.000 Euro hatte, plus 477 Münzen aus Gold und Silber im Wert von über 200.000 Euro. Der Mann hatte nichts davon deklariert. Das berichtet „t-online“.

Mann kommt um Gefängnis herum – zahlt aber teuer dafür

Die Situation spitzt sich für den Deutschen zu. Ein Strafprozess und eine mögliche Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren stehen ihm bevor. Das Generalkonsulat von Deutschland in Sankt Petersburg wird daraufhin aktiv und unterbreitet dem Mann über seinen Rechtsbeistand ein Angebot für konsularische Unterstützung. Der Mann schlug die Hilfe jedoch aus, wie das Auswärtige Amt mitteilt.

Im Gerichtsverfahren einigt man sich stattdessen auf einen Deal. Zwar wird das Verfahren gegen ihn fallen gelassen, aber die Kosten dafür sind immens. Er verliert das komplette Gold samt Münzen, muss eine Zollnachzahlung von etwa 100.000 Euro leisten und zusätzlich eine Geldstrafe von 3.000 Euro berappen.

Kreml inszeniert die Beschlagnahmung des Schatzes

Die Übernahme des wertvollen Fundes wird von den russischen Stellen regelrecht inszeniert. Es gibt sogar ein Video, das dokumentiert, wie das Edelmetall aus der Asservatenkammer in das Eigentum des russischen Staates überführt wird. Mittlerweile hat das Gold einen Marktwert von 1,6 Millionen Euro erreicht.

Aber eine entscheidende Frage ist offen: Welchen Plan verfolgte der Mann mit dieser riesigen Menge Gold in Russland? Laut russischen Quellen beherrschte er die Sprache nicht. Hatte er vor, sich eine neue Existenz aufzubauen? Es ist bekannt, dass Russland gezielt um Zuwanderer aus westlichen Ländern buhlt. Sollte dies sein Vorhaben gewesen sein, so erlitt es nur wenige Meter nach dem Grenzübertritt einen totalen Schiffbruch.

Über die Beweggründe des Mannes und was weiter mit ihm geschah, hüllen sich die russischen Stellen in Schweigen. Es ist nicht bekannt, ob der mittlerweile 60-Jährige wieder in Deutschland ist. Vom estnischen Zoll hieß es ebenfalls, dass die Ausfuhr von Gold wegen der EU-Sanktionen untersagt ist. Bei der Überprüfung seines Wohnmobils vor der Weiterfahrt sei jedoch nichts entdeckt worden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Blaulicht einer Feuerwehr

Fataler Grill-Abend

Grill auf Loggia löst Feuer aus – ein Mensch verletzt