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Irre Gesundheitskosten!Frau flieht aus den USA, um atmen zu können

Euro-Banknoten und Gesundheitskarten

Copyright: IMAGO / W2Art

Euro-Banknoten und Gesundheitskarten.

Wegen eines Medikaments musste sie ihre Heimat verlassen.

Für Hilary Hodge war es ein unglaublicher Schritt, der sich aber als ihre einzige Chance herausstellte. Die Amerikanerin litt unter heftigem Asthma und sah sich gezwungen, ihr Zuhause aufzugeben und den Kontinent zu wechseln. Das war ein Dasein, mit dem sie niemals gerechnet hätte. Normalerweise veranlassen ja Dinge wie eine schönere Umgebung oder eine bessere Arbeitsstelle Leute dazu, ihr Land zu verlassen.

Dahinter steckt ein echter Preis-Hammer, der sie zu dieser krassen Entscheidung zwang: Ihr lebensnotwendiges Medikament hätte sie in ihrer Heimat sage und schreibe 36.000 Dollar (ungefähr 30.000 Euro) im Jahr gekostet. Deshalb trafen Hodge und ihr Partner 2017 die folgenschwere Entscheidung, nach Frankreich umzusiedeln. Für das gleiche Präparat bezahlt sie dort jetzt nur noch 3.000 Dollar pro Jahr (etwa 2.500 Euro), was nur ein kleiner Teil des ursprünglichen Betrags ist. Das berichtet „FOCUS online“.

Hodges Asthma ist keine gewöhnliche Form der Krankheit. Sie zählt zu jenen zehn Prozent der Patienten, deren Leiden sich im Laufe der Jahre verschlechtert. Bereits mit 32 musste sie auf biologische Präparate umsteigen, was ihr Dasein in Chicago zu einem „großer Kampf“ gemacht hätte. „Das war eine der allerersten Erfahrungen, in denen mir klar wurde, wie unterschiedlich die Systeme waren“, sagt Hodge. Was eigentlich nur als kurzer Abstecher gedacht war, entwickelte sich zu einem dauerhaften neuen Zuhause im französischen Algier.

Doch Hilarys Geschichte ist leider kein Einzelfall, wie eine Erhebung des West Health Gallup Centers die traurige Wahrheit enthüllt: Von den etwa 338 Millionen US-Bürgern fürchtet sich beinahe die Hälfte davor, die Kosten für ihre Arzneien nicht stemmen zu können. Dass die Preise für rezeptpflichtige Mittel in den Vereinigten Staaten massiv höher liegen als in europäischen Nationen wie Frankreich oder Deutschland, belegt auch eine Untersuchung der RAND Corporation. Ein krasses Beispiel ist das Mittel Humira: In den USA schlägt es mit circa 7.300 Dollar pro Jahr zu Buche, während es in Deutschland häufig für weniger als 1.100 Dollar zu haben ist. Der Grund: Hierzulande verhandelt man die Preise zentral, und für Menschen mit gesetzlicher Krankenversicherung fällt meist nur eine begrenzte Zuzahlung an. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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