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Irre Entdeckung im PazifikTiere nutzen Plastikmüll als neues Zuhause

Blaue Flasche, Felsen, Meer und Himmel

Pazifik-Plastikmüll schafft unerwartet neue Ökosysteme (Symbolbild).

Wissenschaftler stoßen auf Lebewesen auf Plastikabfall im Meer.

Ein unfassbarer Fund mitten im Pazifischen Ozean! Auf gewaltigen Ansammlungen von Plastikabfall machten Wissenschaftler eine unglaubliche Entdeckung: Dort pulsiert das Leben! Im „Great Pacific Garbage Patch“, weitab vom Festland, haben sich viele verschiedene Spezies niedergelassen. Dort wimmelt es von Seepocken, Krebsen und auch Seeanemonen. Das sind alles Lebewesen, deren Heimat normalerweise die Küstenregionen sind.

Diese Lebewesen sind nicht einfach nur zufällig dort. Sie nutzen den Abfall als festen Wohnsitz und pflanzen sich dort sogar fort. Forscher entdeckten eiertragende Weibchen sowie Jungtiere und ausgewachsene Exemplare. Ein klares Zeichen für eine erfolgreiche Reproduktion. Ein Großteil dieser Organismen kommt ursprünglich aus dem Westpazifik, etwa aus der Gegend um Japan. Sie trieben offenbar über Jahre hinweg auf dem Plastik über den Ozean. Das berichtet „FOCUS online“.

Die Dimensionen sind echt krass: Eine Analyse von 105 Plastikstücken ergab, dass auf beinahe 95 Prozent davon Lebenszeichen zu finden waren. Auf mehr als 70 Prozent dieser Stücke tummelten sich sogar Organismen von der Küste. Gezählt wurden insgesamt 484 Individuen, die zu 46 unterschiedlichen Spezies von der Küste gehören. Davon sind circa 80 Prozent normalerweise in Küstennähe beheimatet. Vor allem Netze, Taue und Kisten erweisen sich als begehrte Behausungen, die den Lebewesen Halt und Zuflucht gewähren.

Aber dieser Trend ist mit enormen Gefahren verbunden. Experten schlagen Alarm wegen eines zweifachen Problems: Diese tierischen Mitreisenden könnten an fremde Ufer gelangen und dort als invasive Spezies die lokale Flora und Fauna zerstören. Auf unserem Abfall bildet sich ein komplett neues Biotop, dessen Folgen nicht absehbar sind. Mit jedem Stück Plastik, das zusätzlich im Ozean schwimmt, wächst diese unberechenbare Bedrohung weiter an. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.