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Dauer-Alarm in HamburgAnwohner und Bewohner verzweifeln an Flüchtlingsheim

Schriftzug „Polizei“ auf deutschem Einsatzfahrzeug

Copyright: IMAGO / CHROMORANGE

Schriftzug „Polizei“ auf deutschem Einsatzfahrzeug.

Feuer, Lärm, Sex auf dem Spielplatz: Ein Heim wird zum Albtraum.

Gelegte Feuer, brutale Auseinandersetzungen und unerträglicher Krach – eine Unterkunft für Geflüchtete in Hamburg wird für Nachbarn und selbst für die Bewohner zu einer riesigen Belastung. In der ehemaligen Postbank-Zentrale am Überseering im Stadtteil Winterhude gibt es andauernd Feueralarm. Ein sichtlich betrunkener junger Mann (21) schildert am Montagmorgen: „Ja, letzte Nacht hatte es wieder gebrannt. Gleich zweimal.“ Er und mehr als 150 andere Personen mussten daraufhin mitten in der Nacht das Gebäude räumen.

Für die Feuerwehr sind die Alarmierungen zu einer bitteren Normalität geworden. Die Helfer mussten allein im Vorjahr zu 141 Feuern in dem Heim ausrücken – das entspricht beinahe zwölf Alarmierungen monatlich. Bis zum Februar des laufenden Jahres kamen schon circa 20 weitere Alarmierungen hinzu, wobei Sanitätsdienste nicht eingerechnet sind. Oftmals geht es um kleinere Feuer in den Kellergeschossen, Gängen oder Sanitärbereichen, und fast ausnahmslos handelt es sich um vorsätzlich gelegte Brände. Das berichtet „FOCUS online“.

Eine Bewohnerin fürchtet um ihr Leben: „Ich will nicht verbrennen“

Ein Mitglied der Feuerwehr äußert sarkastisch, es würde sich „fast lohnen, dort eine Außenstelle aufzubauen“. Jede Alarmierung blockiert ungefähr 20 Helfer für circa eine Stunde, die in dieser Zeit für andere Notfälle nicht bereitstehen. Aber nicht nur die Einsatzkräfte sind an ihrer Belastungsgrenze. Marishka (41), die mit ihren Kindern (7 und 10) aus der Ukraine geflüchtet ist, ist völlig am Ende. Ihr Ehemann ist an der Front gefallen, ihre Eltern kamen bei einem Raketenbeschuss ums Leben. „Ein Zurück gibt es für mich nicht mehr“, erklärt sie. Ihre größte Angst betrifft jetzt ihre Kinder: „Ich habe Angst um meine Kinder und davor, bei lebendigem Leib zu verbrennen.“

Auch die Polizei ist ein ständiger Gast in dem Heim. Offizielle Statistiken existieren nicht, aber aus internen Quellen der Polizei ist zu vernehmen, dass es überaus oft zu Auseinandersetzungen und Gewalttaten unter Alkoholeinfluss kommt. Auch Raubüberfälle, Diebstähle und Gewalt in Familien sollen dort alltäglich sein.

Nachbarn beklagen sich über Krach, Dreck und Gestank

Die katastrophalen Bedingungen wirken sich auch auf die Umgebung aus. Überall sammelt sich Abfall, und die städtische Müllabfuhr muss mehrmals wöchentlich säckeweise leere Schnapsflaschen, Speisereste und sogar Exkremente beseitigen. Die Nachbarn sind entnervt. „Bei ungünstigem Wind kann ich das Fenster nicht öffnen, sonst habe ich beißenden Uringeruch in meinen Räumen“, beschwert sich ein Anwohner. Andere erzählen von Geschrei in der Nacht und dröhnender Musik aus tragbaren Lautsprechern auf der Straße.

Aufnahmen, die der MOPO vorliegen, dokumentieren erschütternde Vorfälle: Ein Paar hat schamlos Geschlechtsverkehr auf einem Spielplatz für Kinder, Männer nehmen an einer Tischtennisplatte Rauschgift zu sich und wiederholt urinieren lauthals rufende Menschen in die Gärten der Anwohner. (red)

Nach Angaben der Sozialbehörde wohnen aktuell circa 1047 Personen in dem Heim, von denen ungefähr 97 Prozent aus der Ukraine stammen. Die Anzahl der Bewohner soll künftig auf 900 gesenkt werden. Die zuständige Behörde unterstreicht, dass jeder Brandfall „sehr ernst“ genommen und die Vorkehrungen zum Brandschutz „fortlaufend und systematisch“ kontrolliert würden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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