Ein Traumjob entpuppte sich als Albtraum.
Gefangen in der Scam-FalleEine Frau enthüllt die brutalen Praktiken der Betrüger-Clans

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Anonymer Täter mit Maske benutzt Smartphone.
Alles fing für Yu Tang Wang mit einer simplen Nachricht im Internet an: die Frage nach einer neuen Arbeitsstelle. Gegenüber dem ProSieben-Reporter Jenke von Wilmsdorff legt sie offen, wie man sie zur Arbeit als Scammerin zwang. „Mir wurde erzählt, es handele sich um eine Stelle als Kellnerin in einem Casino“, berichtet sie. Das Angebot klang zu gut, sie akzeptierte. Man besorgte ihr ein Flugticket. Ihre Reise nach Kambodscha endete geradewegs in einer Katastrophe.
Ein ungutes Gefühl beschlich Yu Tang Wang bereits am Airport, als ihr und den anderen Ankömmlingen die Pässe abgenommen wurden. Wenig später kam die entsetzliche Gewissheit: „Bei unserer Ankunft wurden wir dem Leiter des Scam-Centers vorgestellt. Er machte unmissverständlich klar, dass wir verkauft worden waren.“ Um wieder freizukommen, sollte eine Summe von 10.000 US-Dollar gezahlt werden. Das Areal war mit Eisengittern und Stacheldraht gesichert. An ein Entkommen war nicht zu denken. Das berichtet „FOCUS online“.
Wer nicht spurt, wird grausam bestraft
Drinnen saßen zahllose Personen an Rechnern. Ihr Job war es, Leute mit Fake-Investments und gefälschten Apps für Geldanlagen abzuzocken. Wer die Vorgaben nicht erfüllte, den erwartete eine gnadenlose Bestrafung. Die Gewalt beschreibt Yu Tang Wang so: „Sie schlagen die Leute tatsächlich, es gibt spezielle Räume, in die diejenigen gebracht werden, die nicht gut genug arbeiten, dort werden sie mit Elektroschockern oder Stöcken geschlagen.“
Expertin bestätigt: „Wagt es nicht, zu fliehen“
Sharlene Chen, eine Spezialistin für Kriminalität in Asien, bekräftigt die furchtbaren Schilderungen. „Die Überlebenden, die wir trafen, bestätigten uns, dass all diese Straftaten wirklich stattfanden“, sagt Chen. Sie erzählt von einer extrem brutalen Bestrafung als Abschreckung: Eine Person wurde zur Warnung an alle anderen bei lebendigem Leib verscharrt. Die unmissverständliche Drohung der Kriminellen war: „Wagt es nicht zu fliehen, wagt es nicht, den Fall der Polizei zu melden, sonst werdet ihr die Nächsten sein.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

