Schock in NRW! Plötzlich kollabieren Menschen in einem Kurzentrum.
Gas-Drama in NRWStiller Killer aus der Erde – Menschen brechen bewusstlos zusammen

Copyright: IMAGO / Martin Wagner
Person von hinten in Feuerwehrjacke.
Ein Großeinsatz für die Feuerwehr in Horn-Bad Meinberg am Mittwochmorgen: Es wurde ein ABC-Alarm der Stufe 3 ausgelöst. Der Schauplatz: ein Kurzentrum in Nordrhein-Westfalen, wo insgesamt fünf Personen zu Schaden kamen. Für die Retter bot sich im Eingangsbereich eine erschreckende Szene: Zwei Menschen lagen ohne Bewusstsein auf dem Boden, drei andere klagten über gesundheitliche Schwierigkeiten.
Bei den beiden ohnmächtigen Personen handelte es sich um eine Angestellte der Reinigung und ihren Gatten. Dieser hatte seine Frau kurz vorher im Untergeschoss entdeckt und sie nach oben geschleppt, bevor er ebenfalls kollabierte. Mit schwerem Atemschutzgerät brachten die Einsatzkräfte das Ehepaar nach draußen. Ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Horn-Bad Meinberg teilte mit, dass beide bereits im Krankenwagen wieder zu sich kamen und in eine Klinik transportiert wurden. Das berichtet „t-online“.
Gefahr aus der Tiefe: Ein natürlicher „stiller Killer“
Der Auslöser für die plötzliche Bewusstlosigkeit war rasch identifiziert: Ein im Keller installiertes Messgerät hatte angeschlagen und eine extrem hohe Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO2) nachgewiesen. Dieses heimtückische Gas wird als „stiller Killer“ bezeichnet, weil es ohne Farbe und Geruch den Transport von Sauerstoff im Körper unterbindet. Die Symptome reichen von Kopfweh und Schwindelgefühl bis hin zum Koma oder sogar Tod.
Anders als häufig bei solchen Vorfällen war die Quelle des Gases keine kaputte Heizung. Die eigentliche Ursache ist natürlichen Ursprungs und kommt direkt aus der Erde. Der Kurort liegt auf einer speziellen geologischen Struktur, die von Haus aus große Mengen Kohlendioxid speichert.
Einem Sprecher der Feuerwehr zufolge entwich das Gas aus einer sogenannten Mofette, was eine natürliche Quelle für CO2 nahe dem Kurzentrum ist. Einen Tag zuvor wurden dort Instandhaltungsarbeiten durchgeführt, wobei eine Abdeckung weggenommen wurde. Aus einem bisher unbekannten Grund entstand daraufhin ein Überdruck, der das Gas durch eine matschige Erdschicht an die Oberfläche presste. „Das konnte man hören und man konnte es auch tatsächlich sehen“, beschrieb der Sprecher das Geräusch und den Anblick.
Weil CO2 eine höhere Dichte als Luft besitzt, floss es in den Keller des nahegelegenen Kurzentrums. Der historische Park der Anlage wurde daraufhin gesperrt, das Zentrum für Kurgäste durchlüftet und Praxen in der Umgebung geräumt. Nach einem Einsatz, der 15 Stunden dauerte und an dem etwa 120 Kräfte beteiligt waren, meldete die Feuerwehr am Abend, dass der Gasaustritt größtenteils gestoppt sei. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

