Der Eigentümer des Unfallbootes beansprucht nach der tödlichen Fahrt auf dem Gardasee dessen Rückgabe.
Fataler Zwischenfall am GardaseeDeutscher fordert Rückgabe seines 900.000-Euro-Kollisionsbootes

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Zwei klassische Boote sind Teil einer Sonderschau in einer geräumigen Halle (Symbolbild).
Ein tragisches Ereignis fand vor vier Jahren auf dem Gardasee statt, als ein von zwei Deutschen gesteuertes Motorboot mit einem kleinen Wasserfahrzeug aus Holz zusammenstieß. Ein Paar aus Italien, Umberto Garzarella (37) und Greta (25), verlor bei diesem fatalen Zusammenstoß sein Leben. Der Zwischenfall datiert auf den 19. Juni 2021 und geschah, nachdem es dunkel geworden war. Informationen deuten darauf hin, dass der Lenker des Motorbootes alkoholisiert war und die zulässige Höchstgeschwindigkeit um das Vierfache überschritt. Der 37-jährige Mann verstarb unmittelbar durch die Heftigkeit der Kollision, wohingegen seine 25 Jahre alte Begleiterin in den See fiel und ihr lebloser Körper erst später aufgefunden wurde.
Die beiden deutschen Beteiligten erhielten im Mai infolge eines italienischen Gerichtsprozesses Freiheitsstrafen, deren Dauer auf vier Jahre und sechs Monate sowie auf zwei Jahre und elf Monate festgesetzt wurde. Aktuell erregt der deutsche Eigentümer des Kollisionsfahrzeugs Aufsehen, weil er sein Motorboot zurückverlangt. Eine entsprechende Klage wurde in Brescia beim Obersten Berufungsgericht eingereicht. Das Wasserfahrzeug ist eine Riva Aquarama, ein klassisches Modell, dessen Marktwert bei circa 900.000 Euro anfängt. Das berichtet „FOCUS online“.
Bei den Angehörigen der Opfer trifft der Anspruch des Eigentümers auf erhebliche Ablehnung. Speziell die Eltern von Greta, die 25 Jahre alt war, opponieren energisch gegen die Rückgabe des Wasserfahrzeugs. Die Beleuchtungsanlage des Motorbootes stellt einen Kernpunkt des juristischen Streits dar. Caterina Braga, die Rechtsbeiständin der Familie des Opfers, erklärte, jene sei für eine Fahrt bei Dunkelheit nicht adäquat gewesen. Die mangelhafte Beleuchtung habe dem Paar die Möglichkeit genommen, die Fahrtrichtung des sich nähernden Wasserfahrzeugs zu erkennen und eine Ausweichbewegung zu vollziehen.
Jedoch hat Alessandro Silveri Gentiloni, der juristische Vertreter des Bootseigentümers, eine abweichende Perspektive. Sein Argument lautet, das Wasserfahrzeug namens „Orso“ (was auf Italienisch Bär bedeutet) sei sowieso nur noch Schrott und müsse als Verlust verbucht werden. Der „Bild“ gegenüber äußerte er: „Die Riva ist ein Wrack, es gibt keinen Grund, die Beschlagnahmung nicht aufzuheben“. Ein richterlicher Beschluss bezüglich der Herausgabe des Wasserfahrzeugs ist für den 26. Januar angekündigt. (red)
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