Aufnahmen aus Russland sorgen für Entsetzen Schreckliches Rätsel um Massensterben

Ein Massensterben in Russland schockiert die Welt. Fotos und Videoaufnahmen 

Rund 2500 tote Robben sind am Kaspischen Meer in der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus an Land gespült worden. Die russischen Behörden informierten am Sonntag (4. Dezember 2022) über den Fund von bis zu 2500 Tierkadavern an verschiedenen Stellen in und nahe der Hauptstadt Machatschkala.

Am Samstag war zunächst von bis zu 700 toten Robben die Rede gewesen, die Behörden veröffentlichten Videos und Fotos dazu. Die Ursache für den Tod der geschützten Tiere war zunächst unklar. Die Untersuchungen liefen, die Zahl der Kadaver könne weiter steigen, hieß es.

Massensterben erinnert an Vorfall vor zwei Jahren

„Das ist das größte Massensterben der Kaspischen Robbe der vergangenen zehn Jahre. Die Gründe werden ermittelt nach der Durchführung der Laboruntersuchungen des pathologischen Materials der toten Tiere“, teilten die Behörden der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit.

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Die lokalen Behörden im Nordkaukasus erinnerten unterdessen auf Telegram daran, dass im November 2020 zu einem Massensterben von Robben in der Region gegeben habe, bei dem mehr als 300 Tiere gefunden wurden.

Damals hatten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als wahrscheinliche Todesursache eine „Freisetzung von Erdgas“ ermittelt. Demnach werden Gase und Erdöl durch Schlammvulkane freigesetzt. Bohrungen nach Erdöl oder Erdgas können diese Aktivitäten dann noch verstärken.

Die Kaspische Robbe gehört zu den vom Aussterben bedrohten Arten und steht unter besonderem Schutz. Ihr Bestand ist in den vergangenen 100 Jahren laut Tierschützern um rund 90 Prozent zurückgegangen – auch wegen der zunehmenden Verschmutzung des Kaspischen Meeres, wo etwa Öl gefördert wird. Die Tiere sterben nach Angaben von Experten durch Öllecks, Wilderei und Überfischung. (jv/dpa)

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