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Nach Streit um Absage Europride in Belgrad findet statt – doch es gibt eine Einschränkung

Die Aufnahme stammt von „Roze Taterdag“ (Pink Saturday) in Amsterdam im Juli 2016 und dient hier als Symbolfoto.

Die Aufnahme stammt von „Roze Taterdag“ (Pink Saturday) in Amsterdam im Juli 2016 und dient hier als Symbolfoto. 

Jubel bei der LGBTQI+-Community. Die zuvor abgesagte Europride in Belgrad kann nun doch stattfinden. Doch nicht ganz wie geplant: Es gibt eine Einschränkung. 

Die am Samstag geplante Europride-Parade in der serbischen Hauptstadt Belgrad wird auf einer verkürzten Strecke stattfinden. Dies gab der Koordinator des Marsches, Goran Miletic, am Freitag (16. September) in Belgrad bekannt.

Die Demonstration für die Rechte von Homosexuellen und anderen Angehörigen der LGBTIQ*-Community hätte ursprüngliche durch die halbe Innenstadt führen sollen. Das serbische Innenministerium hatte jedoch den Marsch untersagt, weil es nicht für die Sicherheit der Teilnehmer garantieren könne.

Europride 2022 in Belgrad: Umzug findet auf verkürzter Strecke statt

Die Begründung gilt als wenig stichhaltig. Pride-Paraden finden in Belgrad seit 2014 ohne Zwischenfälle statt. Doch schon Ende August hatte Serbiens mächtiger Präsident Aleksandar Vucic die Absage oder Verschiebung der Pride in Aussicht gestellt.

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Der rechte Nationalist sucht zunehmend die Nähe zur ultra-konservativen serbisch-orthodoxen Kirche. Rechtsextremisten und klerikale Kreise veranstalteten in den letzten Wochen in Belgrad sogenannte „Prozessionen“ gegen die Pride.

Die englische Abkürzung LGBTIQ* steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, queere sowie intergeschlechtliche Menschen – und das Sternchen sind Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter. Zur Europride werden auch mehrere Europaabgeordnete und europäische Politiker erwartet.

Der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann, sagte am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Belgrad: „Ich bin froh, dass der Pride-Marsch stattfinden kann.“ Zugleich kritisierte er die Belgrader Führung, „die sich nicht immer klar an die Seite der Menschenrechte stellt“. (dpa)

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