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Kliniken haben ernstes Problem Betten gesperrt, Säle geschlossen – „Lage hat sich völlig gedreht“

Die Lage in vielen deutschen Kliniken verschärft sich wegen des Krankenstands zusehends. Ein Krankenpfleger versorgt Ende März einen schwer an Corona erkrankten Patienten auf der Intensivstation von einem Krankenhaus in Niedersachsen.

Die Lage in vielen deutschen Kliniken verschärft sich wegen des Krankenstands zusehends. Ein Krankenpfleger versorgt Ende März einen schwer an Corona erkrankten Patienten auf der Intensivstation von einem Krankenhaus in Niedersachsen.

Die Lage in vielen deutschen Kliniken verschärft sich zusehends. Diesmal sind allerdings nicht die Corona-Patienten das Problem, die eine Überlastung verursachen könnten. Diesmal sind es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Schon seit einigen Wochen kämpfen Kliniken und Krankenhäuser gegen ein neues Problem: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter infizieren sich selbst an Corona und müssen ausfallen. Die Einrichtungen können weniger Betten für die Patienten nutzen, Operationen müssen verschoben werden.

Hinzu kommt der ohnehin schon vorliegende Fachkräftemangel in dem Bereich, der auch ohne Corona dafür sorgte, dass ein Teil der Betten de facto nicht belegt werden konnte. Diese Situation verschärft sich nun.

Wie die „Welt“ berichtet, erleben fast alle Krankenhäuser in Deutschland eine neue Phase der Pandemie. Die Omikron-Variante sorgt zwar dafür, dass viele Erkrankungen milder verlaufen. Intensivstationen seien deutlich entlastet im Vergleich zu vorher, als Omikron noch nicht vorherrschend war. Doch die Inzidenzen sind weiterhin sehr hoch und sorgen nun dafür, dass sich auch das Krankenhaus-Personal vermehrt mit Corona infiziert.

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Corona: Kliniken haben neues Problem – Engpässe in Versorgung

Immer mehr Mitarbeitende müssten nach Hause geschickt werden, um die Patienten nicht zu gefährden. Das führe zu Engpässen in der Versorgung. Dieses Problem liegt auch in der Uniklinik Münster vor, wie „Welt“ von Pflegedirektor Thomas van den Hooven erfahren hat. „Die Lage hat sich nach zwei Jahren Pandemie in den Kliniken völlig gedreht“, wird van den Hooven zitiert.

Die Lage in der Uniklinik Münster: 35 Corona-Patienten werden dort behandelt – eine eigentlich überschaubare Zahl. Doch Betten müssten trotzdem gesperrt, planbare Operationen trotzdem abgesagt werden. Von 3000 Mitarbeitenden in der Pflege seien 500 krankgemeldet oder in Quarantäne – jeder Sechste. „Der Personalausfall war seit Beginn der Pandemie noch nie so hoch wie jetzt“, sagt der Pflegedirektor. Im Normalfall fehlten im Schnitt etwa 180 Mitarbeitende.

Corona: Angespannte Lage in mehreren Bundesländern

Auch andernorts ist die Lage angespannt: In der vergangenen Woche musste das Klinkum Chemnitz aufgrund des hohen Krankenstandes den Betrieb einschränken. Es gebe laut MDR Bereiche, in denen mehr als 50 Prozent der Mitarbeitenden aufgrund von Krankheit, Corona-Infektionen oder Quarantäne nicht eingesetzt werden können.

Auch das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) musste seine Leistungen einschränken, wie der NDR berichtete. Der Chef der Intensivmedizin, Stefan Kluge, sagte: „Momentan sind circa 350 UKE-Mitarbeitende von mehr als 14.000 Mitarbeitenden in häuslicher Isolation aufgrund von einem positiven PCR-Test.“ Das heißt, das auch hier in vielen Bereichen Betten gesperrt würden, „damit es nicht zu einer Überlastung kommt.“ Auch in Hamburg müssten nicht dringliche Operationen verschoben werden.

Deshalb sei es wichtig, so Kluge, dass man bei den aktuell hohen Zahlen weiterhin Maske in den Innenräumen trägt. Weil Ungeimpfte und Immungeschwächte nach wie vor auch durch Omikron gefährdet seien. (mg)

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