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Brutale Tat in ItalienEin komplettes Wolfsrudel getötet – Ermittler haben eine furchtbare Vermutung

Wolf in trockener Vegetation

Copyright: IMAGO / imagebroker

Wolf in trockener Vegetation.

Entsetzen in den Abruzzen: 10 tote Wölfe geben Rätsel auf.

Eine entsetzliche Szene sorgt in Italien für Bestürzung: Im bekannten Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise wurden am Mittwoch die leblosen Körper von zehn Wölfen gefunden. Die Tierleichen lagen unweit der Ortschaften Pescasseroli und Alfedena. Ein schwerer Schlag für Naturschützer und die Menschen vor Ort.

Die zuständigen Stellen leiteten unverzüglich eine Untersuchung ein und hegen eine schreckliche Vermutung. „Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Wölfe vergiftet wurden“, sagte Luciano D’Angelo, der leitende Staatsanwalt der Region. Aktuell wird daran gearbeitet, den exakten Giftstoff zu identifizieren. Ein Verfahren wegen widerrechtlicher Tötung von Wildtieren ist eröffnet, da Bären und Wölfe als „Symbole dieses Territoriums“ gelten. Das berichtet „t-online“.

„Ganzes Rudel verloren“: Direktor des Parks ist alarmiert

In Alfedena ist die Situation laut Parkchef Luciano Sammarone besonders tragisch. Der italienischen Publikation „Corriere della Sera“ teilte er mit: „Es geht nicht nur um den Verlust einzelner Tiere. In Alfedena sieht es so aus, als hätten wir das ganze Rudel verloren.“

Die Auswirkungen auf die Umwelt in der beliebten Region, die ein Magnet für Wanderfreunde und Radfahrer ist, sind katastrophal. „Das wird weitreichende Konsequenzen für das Ökosystem haben“, mahnte Sammarone. „Vergiftung ist eine grauenhafte Art zu töten, weil sie so wahllos ist. Sie kann Wölfe töten, aber auch Füchse, andere Wildtiere und Haushunde.“

Diskussion um den Wolf wird europaweit hitziger

Dieses Ereignis rückt einen lange schwelenden Streit in den Fokus. In den 1970er-Jahren galten Wölfe in Italien als beinahe ausgestorben. Durch konsequente Schutzprogramme gibt es mittlerweile aber wieder eine geschätzte Population von 3.500 Exemplaren in den Alpen und im Apennin. In der gesamten EU schätzt man die Zahl auf circa 20.000 Tiere, wobei der Großteil in Italien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Polen und Spanien lebt.

Allerdings wachsen mit der Wiederansiedlung der Wölfe die Auseinandersetzungen mit Landwirten, die Schafe, Ziegen oder Milchvieh halten. Die Auseinandersetzung verschärft sich zusehends, selbst auf europäischem Parkett. So hat das Europaparlament im letzten Jahr den Schutzgrad der Raubtiere von „streng geschützt“ auf den Status „geschützt“ reduziert. Für diese Herabstufung votierten 371 Parlamentarier, 162 stimmten dagegen.

Zuspruch für diese Maßnahme äußerte ebenfalls die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, deren Pony Dolly im Jahr 2022 einem Wolf zum Opfer fiel. Die Entscheidung stieß bei Umweltorganisationen auf heftige Kritik. Léa Badoz von Eurogroup for Animals sprach von einem „traurigen Tag für die Biodiversität“. In Deutschland, wo nach Angaben des Umweltministeriums 209 Rudel registriert sind, wurde im Dezember ebenfalls eine Gesetzesinitiative gestartet, die eine kontrollierte Jagd auf Wölfe erlauben soll. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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