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Drama um vermissten Wanderer Gefährlicher Einsatz am Hochkalter – „nichts mehr in petto“

Rettungskräfte der Bergwacht suchen am Hochkalter nach dem vermissten Wanderer. Das Bild wurde am Samstag (17. September 2022) aufgenommen.

Rettungskräfte der Bergwacht suchen am Hochkalter nach dem vermissten Wanderer. Das Bild wurde am Samstag (17. September 2022) aufgenommen.

Tagelang wurde in Ramsau bei Berchtesgaden nach einem verunglückten Bergsteiger gesucht. Dann fanden Bergretter immerhin den Rucksack. Dennoch wird die Suche jetzt eingestellt.

Nicht einmal der eingesetzte Eurofighter konnte helfen. Die Suche nach dem am Samstag (17. September 2022) verunglückten Bergsteiger aus Niedersachsen wurde vorerst abgebrochen. Die Gefahr für die Suchenden ist einfach zu groß geworden.

Dabei hatten Rettungskräfte noch die Stelle untersuchen wollen, an dem der Rucksack des jungen Mannes gefunden worden war. Doch er selbst bleibt weiter verschwunden.

Drama um Wanderer: „Momentan sind der Berg und der Schnee der stärkere“

Unklar blieb vorerst, ob damit auch das Ende des Einsatzes besiegelt war. „Momentan sind der Berg und der Schnee der stärkere, und solange der Schnee den Menschen nicht freigibt, sind wir machtlos“, sagte ein Polizeisprecher. „Für morgen hätten wir nichts mehr in petto, was man probieren könnte. Man hat alles ausgereizt.“

Der 24-Jährige hatte am Samstag einen Notruf abgesetzt, weil er kurz unterhalb des Gipfels des 2607 Meter hohen Hochkalters bei Ramsau nahe Berchtesgaden im Schneesturm abgerutscht war und sich im steilen und rutschigen Gelände kaum noch halten konnte. Seither ist der Kontakt abgerissen.

Wegen der widrigen Bedingungen musste die eingeleitete Suchaktion wieder unterbrochen werden. Tagelang warteten die Retter einsatzbereit im Tal, bis am Mittwoch endlich ein Helikopter mit einer speziellen Ortungssonde aufsteigen konnte. Dadurch wurde zumindest der Rucksack des jungen Mannes gefunden. Auch ein Eurofighter der Bundeswehr war im Einsatz, der die Retter mit Ortungstechnik und hochauflösenden Luftbildern unterstützte.

Fünf Tage nach dem Notruf schwindet langsam die Hoffnung 

Da aber auch diese keinen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Vermissten ergaben, suchten am Donnerstag (22. September) nun drei Teams aus Bergwachtlern und Polizeibergführern die steile Rinne und die Felswände ober- und unterhalb der Fundstelle mit Lawinensonden und elektronischen Ortungsgeräten ab.

Während der Suche waren sie an Seilen gesichert und hatten wegen der widrigen Bedingungen und dem alpinen Gelände sowohl Eisgeräte - das sind spezielle Pickel - als auch Lawinennotfallausrüstung dabei. (dpa)

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