Ein Ehepaar im Ruhestand muss sein Zuhause dem Erdboden gleichmachen. Die Begründung ist unfassbar.
Behörden-Irrtum mit schlimmen FolgenAbriss-Befehl! Ehepaar muss eigenes Heim niederreißen

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Zwei bunte Zäune, Symbolbild Nachbarschaftsstreit.
Für Didier und Maryline, ein Ehepaar im Ruhestand aus Frankreich, ist die schlimmste Vorstellung Realität geworden. In der Region Maine-et-Loire müssen sie den Mittelteil ihres Wohnhauses abtragen, wovon auch Küche und WC betroffen sind. Eine fehlerhafte Vermessung in alten Papieren zwingt das Paar, den Kern ihres Heims binnen eines halben Jahres zu beseitigen.
Der Ursprung des Dramas liegt in den frühen 1980ern. Damals erstand das Ehepaar eine marode Immobilie und kaufte später das angrenzende Gebäude dazu. Ein im Jahr 1994 offiziell bewilligter Anbau verband die beiden Immobilien zu einem Heim für die Familie und ihre vier Kinder. Das Problem: Der circa zehn Quadratmeter große Anbau fehlt im Kataster und wird deshalb als Teil des benachbarten Grundstücks behandelt. Das berichtet „FOCUS online“.
Nachbarin stirbt – und der Zoff beginnt
Mit der vorherigen Nachbarin gab es keinerlei Schwierigkeiten. Doch nach ihrem Ableben im Jahr 2015 versandte der neue Besitzer ein Schreiben. Darin forderte er die zehn Quadratmeter zurück, die ihm laut Dokumenten zustehen. Erst in diesem Moment wurde Didier und Maryline die ganze Tragweite des Irrtums in den Plänen bewusst. Eine Unterhaltung mit dem damaligen Gemeindeoberhaupt beruhigte sie zunächst.
Im Jahr 2018 kam die Angelegenheit jedoch vor Gericht. Ein besonders bitterer Umstand, da der Erwerb des umstrittenen Areals schon 28 Jahre zurücklag. Nach 30 Jahren wäre die Forderung des Nachbarn verjährt gewesen. Das Urteil: Die Eheleute müssen 17.000 Euro an den Kläger zahlen und den Anbau beseitigen. Wenn die Frist von sechs Monaten nicht eingehalten wird, kommt eine tägliche Pönale von 50 Euro hinzu.
Ehepaar bot Geld – Nachbar wollte 70.000 Euro
Für Didier ist die Welt zusammengebrochen: „Ich war zuversichtlich, was diese Baugenehmigung anging. Wir haben der Verwaltung vertraut. Wir haben nichts falsch gemacht“. Das Ehepaar gibt an, dem Nachbarn eine Summe von 15.000 bis 20.000 Euro geboten zu haben. Doch dieser soll im Gegenzug satte 70.000 Euro für das kleine Stück Land gefordert haben.
Streit am Gartenzaun ist auch in Deutschland keine Ausnahme. Eine Erhebung von „YouGov“, die das „Presseportal“ zitiert, macht deutlich: 54 Prozent der Deutschen waren zwischen 2013 und 2023 in mindestens eine Auseinandersetzung mit Nachbarn involviert. Mit 33 Prozent ist Lärm der häufigste Grund für Ärger.
Direkt dahinter rangieren mit jeweils 20 Prozent die Missachtung der Hausordnung und Zoff um den Garten. Bauarbeiten, laute Kinder oder Haustiere sind ebenfalls häufige Konfliktpunkte (jeweils zwischen 17 und 18 Prozent). Für 80 Prozent der Umfrageteilnehmer ist eine solche Auseinandersetzung eine Bürde, für ungefähr ein Fünftel stellt sie sogar eine schwere Belastung dar. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

