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Alarm am BallermannCops im Feierabend, Kriminelle auf Beutezug

Hand gießt heimlich Flüssigkeit in Getränk

Copyright: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Hand gießt heimlich Flüssigkeit in Getränk

Dunkelheit, keine Hilfe, Diebe an jeder Ecke. Die Angst an der Playa de Palma geht um.

Unmittelbar vor dem Start der Oster-Reisewelle ist die Stimmung am Partystrand Playa de Palma aufgeheizt. Sobald die Sonne untergeht, wird Mallorcas bekannteste Feiermeile zu einem Pflaster mit hohem Risiko. Gewerbetreibende und Einheimische ziehen die Notbremse: Die Zustände seien untragbar und Langfinger hätten Hochkonjunktur.

Im Mittelpunkt der Wut steht die mangelnde Polizeipräsenz. „Nach Mitternacht sind beide Polizeistationen geschlossen“, beschweren sich Ladenbesitzer. Wer als Urlauber Opfer eines Diebstahls wird, findet sich vor verriegelten Wachen wieder und kann nur noch eine Notfallnummer wählen. Ein weiteres Ärgernis: Eine Anzeige aufzugeben, ist oft unmöglich, da tagsüber teils ein Übersetzer für die deutsche Sprache fehlt, weshalb zahlreiche Delikte nie in der offiziellen Statistik landen. Das berichtet „Mallorca Magazin“.

So perfide gehen die Diebe vor

Bei Anbruch der Nacht gehört die Gegend den Ganoven. In der Nähe der Feier-Zentren, wie an der vielbesuchten Schinkenstraße (Calle del Jamón), beziehen die Kriminellen gezielt Stellung. „Sie warten einfach vor den Lokalen, bis jemand unvorsichtig herauskommt“, erklärt ein Geschäftsmann.

Die Taktik der Langfinger ist durchdacht. Manche beobachten aus geparkten Fahrzeugen ihre Zielpersonen, während andere sich als Urlauber ausgeben und in der Menge untertauchen. „Kurze Hose, T-Shirt, Sandalen mit Socken – so fallen sie nicht auf“, schildert ein Einheimischer die hinterhältige Methode. Besonders dreist: Selbst an Bankautomaten passen sie gezielt Leute ab, die nicht aufpassen.

Schutzlos im Ernstfall: Hilfe kommt zu spät

Auch die installierten Videokameras bieten anscheinend kaum einen Mehrwert. „Die Kameras verhindern keine Diebstähle“, so der enttäuschte Tenor der Gewerbetreibenden. Es wird stark bezweifelt, dass das Bildmaterial in Echtzeit kontrolliert wird. Die Täter jedenfalls zeigen sich davon unbeeindruckt.

Das Resultat: „Diebstähle und Überfälle passieren täglich“, ist der übereinstimmende Bericht. Teilweise kommt es sogar zu Gewalt, falls sich jemand weigert, seine Wertsachen auszuhändigen. Ein weiteres massives Problem ist die ärztliche Versorgung. Es fehlt eine stationäre Ambulanz, und Rettungswagen benötigen aus Palma teilweise mehr als eine halbe Stunde.

Zwar räumen viele ein, dass die Stadt im Vorjahr mehr Polizisten schickte, aber der Erfolg war mäßig. „Gegen halb zwei Uhr morgens machen die Beamten Feierabend – und genau dann kommen die Diebe“, wird berichtet. Angesichts kommender Veranstaltungen, wie einer Schulung für Porsche-Händler, nehmen die Befürchtungen zu, dass dies zusätzliche Gauner anziehen könnte, die ihre Chance wittern. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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