Der größte Wunsch wird zum Albtraum: Ein Paar bekommt ein vertauschtes Baby.
Baby-Drama in den USAPaar bekommt nach künstlicher Befruchtung fremdes Kind

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Paar mit neugeborenem Baby.
Für Tiffany S. und Steven M. aus Florida ein absoluter Schock! Ihr kleines Mädchen kommt im Dezember auf die Welt, aber das junge Glück zerbricht sofort. Das Paar, beide hellhäutig und mit blonden beziehungsweise braunen Haaren, ist fassungslos: Ihre Tochter besitzt dunklere Haut und schwarzes Haar. Ein DNA-Test bestätigt den schrecklichen Verdacht – eine biologische Verbindung zum Baby existiert nicht.
Seinen Anfang nahm das Drama in einer Kinderwunschklinik in Orlando. Der Frau wurde dort im April des Vorjahres ein Embryo implantiert – allerdings der verkehrte. Jetzt leitet das Paar juristische Schritte gegen die Einrichtung und den zuständigen Mediziner ein. Ihre schlimmste Befürchtung: „dass die leiblichen Eltern auftauchen und ihnen das Baby wegnehmen könnten“, so die Aussage eines ihrer Anwälte. Das berichtet „t-online“.
Die Klageschrift beschreibt das Paar als von „kaukasischer Abstammung“, wohingegen die Tochter das „Erscheinungsbild eines nicht-kaukasischen Kindes“ aufweise. Ungeachtet des Schocks ist das kleine Mädchen den Eltern wahnsinnig ans Herz gewachsen. Gegenüber der Zeitung „Orlando Sentinel“ hob ihr Rechtsbeistand hervor, die beiden „wären glücklich zu wissen, dass sie dieses Kind großziehen dürften“.
Das Paar fühlte sich vom Fertility Center of Orlando komplett allein gelassen, denn auf Nachfragen reagierte die Klinik einfach nicht. Der Schritt vor Gericht war die logische Folge. Ihre Klage hat drei Hauptanliegen. Zum einen soll die Klinik preisgeben, was mit anderen Patientinnen geschah, die im Jahr vor der Niederkunft in Behandlung waren. Damit soll geklärt werden, ob ihr eigener Embryo versehentlich einer anderen Frau eingesetzt wurde.
Als Zweites verlangen sie die Übernahme der Kosten für Gentests durch die Klinik. Betroffen wären alle Kinder, die in den vergangenen fünf Jahren unter Aufsicht der Klinik zur Welt kamen. Die Zeitspanne ist wichtig, weil die Eizellen des Paares schon 2020 in der Einrichtung befruchtet und seither aufbewahrt worden waren. Die dritte Forderung zielt auf komplette Offenheit der Klinik bezüglich aller Ungereimtheiten ab.
Ein erstes Entgegenkommen gab es bei einem Anhörungstermin am Mittwoch in Orlando. Die Repräsentanten der Klinik signalisierten ihre Bereitschaft für eine zügige Verständigung. Dem „Orlando Sentinel“ zufolge wurde dem Wunsch nach DNA-Tests schon vorläufig stattgegeben. Darüber hinaus sagte die Klinik zu, eine Abschrift der Klage sowie ein Bild der Tochter von M. und S. an sämtliche betroffenen Eltern der vergangenen fünf Jahre zu schicken. So soll der Fall geklärt werden. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

