Vorzeitiges Ende im All! Raumfahrer-Team kehrt heim.
Alarm auf der ISSNasa holt Astronauten wegen Krankheit zur Erde zurück

Copyright: IMAGO / ZUMA Press Wire
Williams, Kud-Sverchkov, Mikaev bleiben trotz Evakuierung auf der ISS.
Ein medizinischer Zwischenfall sorgt für Wirbel! Der Heimweg zur Erde hat für vier Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation (ISS) begonnen. Ein gesundheitliches Problem zwang sie, ihre Mission einen Monat vor dem eigentlichen Ende abzubrechen. Für die US-Raumfahrtbehörde Nasa ist dies eine absolute Neuheit – die allererste medizinisch bedingte Evakuierung aus dem All. Nach fünf Monaten im Orbit lösten sich die US-Astronauten Mike Fincke und Zena Cardman, ihr russischer Kollege Oleg Platonov sowie der Japaner Kimiya Yui am Mittwochabend um 22.20 Uhr von der Raumstation.
Geheimniskrämerei bei der Nasa! Welches Crew-Mitglied erkrankt ist und was genau das gesundheitliche Problem ist, verrät die US-Behörde nicht. Allerdings wurde klargestellt, dass es kein akuter Notfall ist. Der Zustand der betroffenen Person sei stabil und werde es auch bleiben, so ein offizieller Vertreter. Vor dem Rückflug äußerte sich Astronautin Zena Cardman: „Der Zeitpunkt unseres Abflugs ist unerwartet, aber es hat mich nicht überrascht, wie gut diese Crew als Familie zusammengekommen ist, um sich gegenseitig zu helfen und aufeinander aufzupassen.“ Das berichtet „the Guardian“.
Am Donnerstagmorgen gegen 08.40 Uhr soll die SpaceX-Dragon-Kapsel mit den vier Heimkehrern vor der kalifornischen Küste im Meer aufsetzen. Über die sozialen Netzwerke gab Pilot Mike Fincke Entwarnung: „Zuallererst, uns allen geht es gut. Jeder an Bord ist stabil, sicher und gut versorgt.“ Der vorzeitige Heimflug sei eine „bewusste Entscheidung“ gewesen, erklärte er weiter. Damit sollen am Boden die notwendigen medizinischen Checks durchgeführt werden können. „Es ist die richtige Entscheidung, auch wenn sie ein bisschen bittersüß ist.“
Eigentlich hatte die Crew-11, die Anfang August zur ISS flog, bis Mitte Februar im All bleiben sollen. Doch wie James Polk, einer der medizinischen Chefs bei der Nasa, erklärte, gab es ein „verbleibendes Risiko“. Zudem habe eine „offene Frage bezüglich der Diagnose“ bestanden, was die Entscheidung für den früheren Rückflug auslöste. Zurück auf der Raumstation bleiben nun der US-Astronaut Chris Williams sowie die beiden russischen Kosmonauten Sergey Kud-Sverchkov und Sergei Mikaev. Die Nasa muss nun auf sämtliche Außenbordeinsätze – egal ob Routine oder Notfall – warten, bis SpaceX eine neue Besatzung nach oben schickt.
Seit dem Jahr 2000 ist die ISS durchgehend bemannt und steht als Zeichen für die internationale Kooperation von Europa, Japan, den USA und Russland. Trotz politischer Differenzen ist die Raumfahrt eine der letzten Bastionen, in der die Vereinigten Staaten und Russland noch zusammenarbeiten. Dazu gehört auch, dass sie abwechselnd die Astronauten des jeweils anderen Landes mit ins All nehmen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
