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Affenpocken Zahl der Infizierten steigt – auch in Deutschland immer mehr Fälle

Affenpocken: Auch in Deutschland gibt es inzwischen immer mehr Fälle der Viruserkrankung. Entgegen früher Vorurteile sind bisher nicht nur Männer betroffen. Unser Foto zeigt den Hautausschlag bei einem Menschen, der wegen Affenpocken behandelt wird im Mai 2022.

Affenpocken: Auch in Deutschland gibt es inzwischen immer mehr Fälle der Viruserkrankung. Entgegen früher Vorurteile sind bisher nicht nur Männer betroffen. Unser Foto zeigt den Hautausschlag bei einem Menschen, der wegen Affenpocken behandelt wird im Mai 2022. 

Affenpocken wurden zu Beginn als extrem selten abgewiegelt. Doch inzwischen gibt es immer mehr Fälle in Europa. Auch in Deutschland werden jeden Tag mehr Infektionen nachgewiesen. Nun gibt es aktuelle Zahlen.

Die Lage wird offenbar ernster: Die Zahl der bestätigten Fälle von Affenpocken in Ländern, in denen das Virus sonst nicht kursiert, ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 780 gestiegen.

Die Infektionen wurden vom 13. Mai bis 2. Juni aus 27 überwiegend westlichen Ländern gemeldet, wie die UN-Organisation am Pfingstsonntag, 5. Juni 2022, in Genf mitteilte. Weiterhin seien hauptsächlich, aber nicht ausschließlich Männer betroffen, die Sex mit Männern haben. Die Mehrheit der Fälle (688) wurde aus europäischen Ländern gemeldet.

Affenpocken in Deutschland: Zahl der Infizierten steigt

Wie sieht die Infektionslage mit Affenpocken bei uns aus? Für Deutschland hatte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag 65 übermittelte Affenpocken-Fälle aus neun Bundesländern gemeldet. Vermutlich wird es nach den Feiertagen weitere Meldungen geben. „Soweit bekannt, erkranken die meisten Betroffenen nicht schwer“, hieß es. Weitere Fälle seien zu erwarten, die Gefährdung für die breite Bevölkerung sei aber nach derzeitigen Erkenntnissen als gering einzuschätzen.

Die WHO stuft das globale Risiko durch Affenpocken weiterhin als „moderat“ ein. Es könne allerdings „ein hohes Risiko für die öffentliche Gesundheit entstehen, wenn das Virus es schafft, zu einem verbreiteten menschlichen Erreger in nicht-endemischen Ländern zu werden“, hieß es.

Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Der Erreger wird vor allem durch engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen.

Die Symptome verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Wochen von selbst, können bei einigen Menschen aber zu medizinischen Komplikationen und in sehr seltenen Fällen zum Tod führen. Unter den in westlichen Ländern erfassten Fällen gibt es der WHO zufolge keine Toten, aber in fünf afrikanischen Ländern seien in diesem Jahr insgesamt 66 Menschen im Zusammenhang mit Affenpocken gestorben. (dpa/dok)

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