Viele Vögel tot Geflügelpest in Bonner Rheinaue ausgebrochen? Ergebnis von Institut gibt Klarheit

Gänse laufen über eine Wiese in der Bonner Rheinaue.

Am Montag (17. Januar 2022) hat die Stadt Bonn bekannt gegeben, dass sich der Verdacht auf Geflügelpest in der Rheinaue bestätigt hat. Das undatierte Symbolfoto zeigt Gänse in der Rheinaue in Bonn. 

Die Stadt Bonn hat bekannt gegeben, dass nach Ausbruch der Vogelgrippe in der Rheinaue keine veterinärbehördlichen Maßnahmen erfolgen. Zumindest derzeit nicht. 

Der Verdacht, dass in der Bonner Rheinaue die Wildgeflügelpest ausgebrochen ist, hat sich bestätigt. Das hat die Stadt am Montagnachmittag (17. Januar 2022) bekannt gegeben.

Das Friedrich-Löffler-Institut habe zwei verdächtige Proben verendeter Gänse aus der Bonner Rheinaue untersucht und das Virus erneut nachgewiesen, erklärte eine Mitarbeiterin des städtischen Presseamtes. Wie bereits letzte Woche mitgeteilt, seien veterinärbehördliche Maßnahmen derzeit aber nicht vorgesehen. 

Großes Vogelsterben in der Bonner Rheinaue in vergangenen Tagen

Über den Vogelgrippe-Verdacht hatte Amtstierärztin Uda Erbe am Mittwoch (12. Januar 2022) bei einem Pressetermin, bei dem es eigentlich um die Sanierung des Auensees ging, informiert. 

In den vergangenen Tagen sei es in der Rheinaue zu einem großen Vogelsterben gekommen, vor allem unter Gänsen. Zwei tote Gänse seien daraufhin untersucht worden, berichtete die Amtstierärztin. 

Bonner Rheinaue: Geflügelpestvirus bei zwei Gänsen nachgewiesen

„Es konnte der Geflügelpestvirus nachgewiesen werden“, erklärte Uda Erbe, Veterinärin aus Bonn. Das Ergebnis müsse aber noch vom Friedrich-Loeffler-Institut, dem nationalen Referenzzentrum für Geflügelpest, bestätigt werden. Das hat dies nun getan. 

Nach Einschätzung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW besteht in NRW bei der Wildgeflügelpest derzeit keine Notwenigkeit, von möglichen Maßnahmen Gebrauch zu machen. Bei der Hausgeflügelpest hingegen sind veterinärbehördliche Maßnahmen wie zum Beispiel die Anordnung einer Stallpflicht oder das Einrichten eines Sperrbezirkes verpflichtend.

Die Veterinärdienste der Stadt Bonn empfehlen daher Halterinnen und Haltern von Geflügel, ihre Tiere vor dem Kontakt mit Wildvögeln zu schützen, um zu verhindern, dass das Virus übertragen wird. Auch empfiehlt die Stadt Spaziergängerinnen und Spaziergängern den direkten Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden. Tote Tiere können Bonnorange, dem städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb, gemeldet werden.

Geflügelpest-Ausbruch in Bonn: Bei Vögeln hoch ansteckend

Die Geflügelpest, umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Sie wird durch aviäre Influenzaviren (AI-Viren) übertragen und ist bei Vögeln hochansteckend. Die Übertragung erfolgt durch direkten oder indirekten Kontakt wie etwa über Ausscheidungen. Laut Robert-Koch-Institut besteht für die Übertragung der Krankheit auf den Menschen eine erhebliche Barriere, bei intensivem Kontakt zu erkrankten oder toten Vögeln ist die Übertragung aber möglich. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht nachgewiesen. (iri)

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