Am Wochenende sind Hunderttausende Menschen in ganz Deutschland auf die Straße gegangen, um gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Nun gab es erneut Demonstrationen in mehreren Städten – auch in NRW.
Demos gegen RechtsextremismusTausende Menschen gehen in NRW erneut auf die Straße

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Tausende Menschen sind auch am Montag wieder auf die Straße gegangen, um gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren, wie hier in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern.
Tausende Menschen haben in Nordrhein-Westfalen am Montag (22. Januar 2024) an Demonstrationen gegen Rechtsextremismus und die AfD teilgenommen.
In Paderborn demonstrierten nach Angaben der Polizei 5000 Menschen unter dem Motto „Afd auf Eis legen“ gegen eine AfD-Veranstaltung mit vier Bundestagsabgeordneten der Partei, die am Abend in der Innenstadt stattfand. Aufgerufen hatten das „Bündnis gegen Rechts“ und das „Bündnis für Demokratie und Toleranz“. Ursprünglich waren nur 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet gewesen. Einige Straßen in der Innenstadt mussten gesperrt werden. Die Veranstaltung verlief friedlich.
Paderborn, Hamm, Soest: Tausende Menschen demonstrieren gegen Rechtsextremismus
In Hamm gingen am Montagabend der Polizei zufolge 5500 Menschen unter dem Motto „Bund statt braun, zusammen gegen Rassismus“ auf die Straße. Zu der Demonstration in der Innenstadt hatten die Alevitischen Gemeinden in Hamm aufgerufen. Ein Sprecher der Polizei sprach von der mit Abstand größten Demonstration, die es in den letzten Jahren in der Stadt gegeben habe.
In Soest nahmen mehr als 3000 Personen an einer Demonstration teil. Angemeldet hatte diese der SPD-Ortsverein der Stadt.
Am Wochenende hatten sich deutschlandweit nach Polizeiangaben mehr als 900.000 Menschen an entsprechenden Protesten beteiligt. Auslöser für die Demonstrationen waren Enthüllungen des Recherchezentrums Correctiv über ein Treffen von Rechtsextremisten am 25. November, an dem einige AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion in Potsdam teilgenommen hatten.
Der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, hatte bei dem Treffen nach eigenen Angaben über „Remigration“ gesprochen. Wenn Rechtsextremisten den Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll – auch unter Zwang. (dpa)

