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Grausiger Anblick Wolfsrudel reißt Pony in NRW – war „Problem-Wölfin Gloria“ auch dabei?

Das gerissene Pony liegt auf der Weide in Hünxe.

In Hünxe ist offenbar ein Wolfsrudel über ein Pony hergefallen. „Rebell“ hatte keine Chance.

In Hünxe ist ein Pony offenbar von Wölfen gerissen worden. War „Problem-Wölfin Gloria“ auch dabei?

Hünxe. Furchtbare Entdeckung am Montagmorgen (11. Oktober 2021): Als Uwe Münzer 70 Meter vor seinem Haus nach Pony „Rebell“ schauen will, findet er das Tier tot auf der Weide. Die Eingeweide sind rausgerissen. Für Experten scheint sicher: Ein Wolfsrudel muss über das Pony hergefallen sein!

Eckhard Vornbrock vom Gahlener Bürgerforum AG Wolf war sofort vor Ort, dokumentierte den Riss. Er erklärt gegenüber EXPRESS.de: „Das Pony ist mit einem Kehlbiss getötet worden. Dann wurde das 300 Kilo schwere Tier rund zehn Meter weit über die Wiese gezogen.“

Wölfe reißen Pony in Hünxe: „Viele Tränen sind geflossen“

Für Vornbrock ist klar: Es müssen mehrere Wölfe angegriffen haben: „Das Pferd war mit einem 1,20 Meter hohen Weidezaun eingezäunt, das war die Arbeit eines Rudels.“ Er kann sich vorstellen, dass „Problem-Wölfin Gloria“ bei der Attacke dabei war: „Die kann sehr hohe Zäune überwinden.“

Auffällig sei, dass so viel gefressen wurde. „40 Kilo Fleisch – diese Menge ist noch nie gefressen worden.“

Uwe Münzer, Besitzer des Ponys „Rebell“, ist erschüttert: „So einen Anblick ist man ja nicht gewohnt.“ Seine 14-jährige Tochter habe eine ganz besondere Bindung zu dem Therapie-Pony gehabt. Es seien in den letzten Tagen viele Tränen geflossen.

Wölfin „Gloria“ beteiligt? NRW-Umweltministerin zieht Tötung in Betracht

Eins aber möchte Uwe Münzer klarstellen: „Beim Thema Wolfsgegner oder Wolfsbefürworter bin ich raus. Darum geht es mir nicht.“ Münzer hat erfahren, dass eine Familie seiner Tochter gerne jetzt ein Pony zur Verfügung stellen möchte. „Das gibt einem das Gefühl von Solidarität. Toll, dass das aus der Gemeinde kommt“, freut sich der Familienvater.

Inzwischen hat sich auch NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) mit dem Fall aus Hünxe beschäftigt. Sie ist besorgt, „dass nach Schafen, die auf den Weiden geschützt werden müssen, jetzt offenbar auch einzelne Pferde angegriffen werden“. Bestätigte sich der Verdacht, wäre es der dritte Wolfsriss eines Ponys in NRW.

Wenn die bereits in der Vergangenheit auffällig gewordene Wölfin „Gloria“ an dem Vorfall beteiligt gewesen sein sollte und die Gefahr bestehe, dass verstärkt Pferde Opfer von Übergriffen würden, sei die Frage einer Entnahme – also letztlich einer Tötung des Tieres – „erneut zu stellen“.

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