Hunde-Hauptstadt Meerbusch So unfassbar hoch sind die Steuer-Einnahmen

Hundetrainerin Linda Manteuffel sitzt auf einer Holzpalette, um sie herum sind Hunde.

Hundetrainerin Linda Manteuffel mit einigen der vielen Hunde, die regelmäßig in die Hundetagesstätte „Bellomania“ kommen. 

So viele Hunde gab es wohl noch nie in NRW: In beinahe allen Städten schießt die Hundesteuer in die Höhe, wie das Statistische Landesamt IT.NRW festgestellt hat. Doch eine NRW-Stadt ist die Hunde-Hauptstadt.

Meerbusch. Wahrscheinlich gab es noch nie so viele Hunde in NRW: In beinahe allen Städten zeigt sich das an einer Zunahme der Hundesteuer-Einnahmen, wie das Statistische Landesamt IT.NRW festgestellt hat.

Aber eine Kommune ist die absolute Hundehauptstadt. Meerbusch! Hier stieg die Hundesteuer in unfassbare Höhen … Um es mal in schlichten Zahlen zu beschreiben: Nur in einer nordrhein-westfälischen Stadt stiegen die Hundesteuer-Einnahmen im Vergleich zwischen dem ersten Halbjahr 2020 und dem 2021 noch mehr als in Meerbusch (plus 262 500 Euro), nämlich in Köln (plus 298.000 Euro).

Hunde in NRW: Meerbusch mit 567,5 Prozent mehr Hunden

Der entscheidende Unterschied: Köln ist 19-mal größer als Meerbusch und hatte schon vorher entsprechend mehr Hunde. Und das bedeutet: Köln hat ein Plus von 9,1 Prozent, Meerbusch eines von - Achtung! - 567,5 Prozent.

All das wird noch bedeutsamer, wenn man bedenkt, dass der Hundesteuersatz in mit 96 Euro sogar noch 60 Euro niedriger liegt als in Köln.

Meerbusch: 2.500 Hunde mehr in der Stadt 

Aus dem Plus der Hundesteuer kann hochgerechnet werden, wie viele Hunde innerhalb eines Jahres in Meerbusch hinzugekommen sind: Es müssen deutlich über 2500 sein!

Es stellt sich natürlich die Frage: Sind das jetzt alles „Corona-Hunde“, die irgendwann demnächst am Tor irgendeines Tierheims angebunden werden?

Dass es solche Fälle gibt, ist nicht auszuschließen, aber es gibt sicher viele Hundebesitzer, die sich die Anschaffung gut überlegt haben und verantwortungsvoll mit ihrem neuen „Familienmitglied“ umgehen.

„Bellomania“: „Neu-Frauchen“ über neues Leben mit Hund

Ein solches „Neu-Frauchen“ hat der EXPRESS in der Hundetagesstätte (Huta) „Bellomania“ in Lank-Latum getroffen: Miriam Lenz (40) ist stolze Besitzerin der ein halbes Jahr alten Appenzeller Sennehund-Dame „Poppy“ - und hat sich die Anschaffung sehr gut überlegt: „Poppy ist mein erster Hund, aber mein Mann hatte immer Hunde. Und weil unsere drei Kinder jetzt in einem entsprechenden Alter sind, habe ich ihm gesagt, dass ich mir jetzt einen Hund vorstellen kann - eine halbe Stunde später hat er die ersten Züchter angerufen.“

Hunde-Hort in Lank-Latum „Bellomania“ Robert-Bosch Strasse / Lank Latum

Frauchen Miriam Lenz (rechts) und Hundetrainerin Linda Manteuffel mit Appenzeller Sennenhund „Poppy.“

Bei der Auswahl des Hundes und für seine ersten Monate hat sich Miriam Lenz von Anfang an professionelle Hilfe gesichert: „Wir haben schon die Züchterin gebeten, den Hund auszusuchen, der am besten zu uns und unseren Lebensverhältnissen passt. Und schon bevor Poppy kam, habe ich den Rat einer Hundetrainerin gesucht.“

Meerbusch ist die Hunde-Hauptstadt in NRW

Und auch die Tatsache, dass „Poppy“ tagsüber in der Huta „Bellomania“ ist, hat nichts damit zu tun, dass ihr Frauchen sich nicht um sie kümmern könnte - als selbstständige Fotografin hätte sie dazu durchaus die Möglichkeit: „Ich bringe sie hierher, damit die Sozialisierung mit anderen Hunden so gut wie möglich ist und wir dann auch draußen beim Gassigehen keine Probleme bekommen.“

Poppy hat es gut angetroffen - so wie hoffentlich viele der neuen „Bellos“ in der Hundehauptstadt Meerbusch.

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