Krasse Bilanz nach Polizei-Großkontrolle in Duisburg.
Großkontrolle in DuisburgPolizei stoppt Lkw-Fahrer ohne Führerschein und E-Scooter-Pilot mit Waffe

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Blaulichter leuchten hinter einem Absperrband der Polizei (Symbolbild).
28.08.2025, 15:52
Großeinsatz der Polizei in Duisburg: Am Dienstag (26. August) führten Polizisten und Polizistinnen von 17 Uhr bis in die Nacht Verkehrskontrollen im Duisburger Süden durch. Das Hauptaugenmerk der Einsatzkräfte lag hierbei auf Verkehrsteilnehmenden, die berauscht oder mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind.
Lkw-Fahrer ohne Führerschein und volltrunken am Steuer
Um 17.55 Uhr kontrollierte eine Streifenwagenbesatzung einen Lkw, der von der Karl-Jarres-Straße verbotswidrig auf die Düsseldorfer Straße abbog. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der polnische Fahrer (43) keinen Führerschein besaß und zudem die Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit deutlich überschritten hatte. Die Fahrt war für ihn sofort beendet.
Die Beamten und Beamtinnen führten den Mann zur Blutprobenentnahme zum Polizeipräsidium. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Trunkenheit im Straßenverkehr. Doch damit nicht genug: Auch der Halter (44) des Fahrzeugs bekommt eine Anzeige, weil er sein Fahrzeug einer Person überlassen hat, die nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.
E-Scooter-Fahrer mit Drogen und Butterflymesser erwischt
In einem weiteren Fall kontrollierte eine Streifenwagenbesatzung um 18.40 Uhr am Hochemmericher Markt den Fahrer (25) eines E-Scooters. Weil die Beamten und Beamtinnen den Verdacht hatten, dass er unter Drogeneinfluss steht, boten sie dem Mann einen Drogentest an. Diesen lehnte er jedoch ab, weil dieser seiner Einschätzung nach „ohnehin positiv ausfallen würde“.
Als die Einsatzkräfte den 25-Jährigen vor der Fahrt zur Wache durchsuchten, entdeckten sie noch ein verbotenes Butterflymesser und stellten es sicher. Neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss erwartet ihn nun auch ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Beeindruckende Bilanz des Einsatzes
Die Gesamtbilanz des Einsatzes kann sich sehen lassen: Die Einsatzkräfte schritten in 81 Fällen ein, weil die innerörtliche zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde. Zwei Fahrer und Fahrerinnen müssen sich wegen zu hoher Geschwindigkeiten mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige auseinandersetzen. Insgesamt ahndeten die beteiligten Polizistinnen und Polizisten 213 Ordnungswidrigkeiten und leiteten sieben Strafverfahren ein. (red)