+++ AKTUELL +++ „Täter ist auf der Flucht“ Polizei im Großeinsatz: Gewalttat in Flüchtlingsunterkunft – Wachmann tot

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Labyrinth in der CityDüsseldorfer Baustelle sorgt für Chaos – hier läuft man vor einen Bretterzaun

Zwei Fußgängerinnen stehen vor einer Bretterwand am Heinrich-Heine-Platz in Düsseldorf.

Fast undurchschaubar: Jetzt hat die Mega-Baustelle Heinrich-Heine-Platz auch die Fußgänger voll erwischt.

In der Düsseldorfer Innenstadt sorgt eine Großbaustelle für jede Menge Wirbel und Ratlosigkeit bei den Passantinnen und Passanten.

von Michael Kerst (mik)

Beinahe fühlt man sich an einen historischen Satz erinnert: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten ...“ Zugegeben: Der Vergleich des Bauzauns am Heinrich-Heine-Platz mit der Berliner Mauer hinkt, aber auch hier wird die komplette City einer Stadt zerschnitten – immerhin so weit passt die Parallele.

Dass alle, die auf zwei oder vier Rädern durch die Innenstadt fahren wollen, sich seit dem Wochenende massiv umstellen müssen (EXPRESS.de berichtete), das hat zumindest einen Teil der Verkehrsteilnehmenden erreicht, auch wenn immer noch viele die komplexen Umleitungen nicht verstehen und dann im „Heinrich-Heine-Stau“ landen.

Düsseldorf: Baustelle am Heinrich-Heine-Platz

Jetzt allerdings hat es endgültig auch die Fußgänger und Fußgängerinnen erwischt – und dabei ist der zentrale Heinrich-Heine-Platz die Nahtstelle zwischen allen Innenstadt-Bereichen: Die Nord-Süd-Verbindung ist ja nun gekappt.

Aber ab sofort geht auch zwischen West (Altstadt) und Ost (Königsallee) nicht mehr wirklich viel. Der Grund ist eben jener übermannshohe Bauzaun, der auch in die Fußgänger-Verbindungen massiv eingreift.

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Will man beispielsweise von der Breite Straße in Richtung Oper (also von Süd nach Nord) laufen, dann wird das ein ziemlicher Zickzack-Kurs: Zuerst blockierte die Abrissbaustelle der ehemaligen Commerzbank den kompletten rechten Bürgersteig.

Dann wird es an der Kreuzung Breite Straße/Heinrich-Heine-Allee/Grabenstraße richtig kompliziert: Rot-weiße Absperrungen verweigern den Weitermarsch an der Baustelle „Trinkaus-Karree“ entlang, riegeln die neue Ausfahrt (früher Einfahrt) zum Carsch-Haus-Parkhaus ab und führen den „Wanderer“ oder die „Wanderin“ am Wilhelm-Marx-Haus vorbei.

An dessen Ende ist dann Schluss: Entweder man überquert wieder die Fahrbahn rüber zum Breidenbacher Hof, oder man quetscht sich durch einen winzigen Durchgang vor dem Wilhelm-Marx-Haus in Richtung Altstadt.

Und wer von dort aus gar noch in den U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee gelangen will, für den beginnt ein Suchspiel: Manche Zugänge sind dicht, andere nur über schmale Passagen zwischen Bauzäunen erreichbar.

Düsseldorf: Menschen reagieren mit Ratlosigkeit

Kopfschütteln und ratlose Gesichter sind die Reaktionen vieler Menschen vor Ort. Ob sie sich an dieses jahrelange Provisorium gewöhnen, muss sich erst einmal zeigen.

Immerhin: Beim Chaos im Autoverkehr scheint die Stadt nicht so sehr alarmiert zu sein. „Die Verkehrslage zeigt sich nach Einrichtung einer aufwendigen Umleitungsstrecke bislang insgesamt erstaunlich entspannt“, zieht ein Stadtsprecher ein erstes Fazit, der allerdings einräumt, dass es Rückstaus gibt.

„Üblicherweise benötigt die Einrichtung solcher baustellenbedingt geänderter Verkehrsführungen eine gewisse Anlaufzeit, in der sich die Verkehrsteilnehmenden auf die neue Situation einstellen und nicht mehr die gewohnten Wege nutzen.“

Das Verkehrsgeschehen um den Heinrich-Heine-Platz sei „als ‚sehr gut‘ zu betrachten“, so der Stadtsprecher, der sich auch von der Einschätzung der Polizei bestätigt sieht.