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Knöllchen-Knatsch in Düsseldorf Fortuna-Legende Wilfried Woyke zieht vor Gericht

Fortuna-Legende Wilfried Woyke steht im Oktober 2021 im Düsseldorfer Amtsgericht.

Fortuna-Legende Wilfried Woyke steht im Düsseldorfer Amtsgericht. Er prozessiert wegen eines 20-Euro-Knöllchens

Weil er nicht als Falschparker gelten will, zog Wilfried Woyke (77), früher Torwart bei Fortuna Düsseldorf, vor das Düsseldorfer Amtsgericht. Auch wenn es nur um ein Knöllchen von 20 Euro ging.

Düsseldorf. Einst hütete er das Fortuna-Tor, ließ sich zwischen 1965 und 1979 bei 190 Bundesligaspielen nur sehr wenig zuschulden kommen. Diese Einstellung hat sich Wilfried Woyke bis heute bewahrt.

Seit 1972 wohnt Wilfried Woyke bereits in seinem Häuschen in Wersten. Nach seiner aktiven Karriere bei Fortuna Düsseldorf wurde die Torhüter-Legende dort passenderweise Hausmeister und hält dort den Laden sauber - fair und korrekt wie damals zwischen den Pfosten.

Düsseldorf: Fortuna-Legende Wilfried Woyke zieht wegen Knöllchen vor Gericht

Bis er nun von einem Verkehrspolizisten die Rote Karte bekam. Für ein Foul, dass er seiner Meinung nach nicht begangen hat. Der Keeper ist sich sicher: „Die Anschuldigungen sind unhaltbar!“

Der Vorwurf: Wilfried Woyke hätte sein Auto im April 2021, nachdem er vom Einkaufen kam, verkehrswidrig abgestellt. Das will die Fortuna-Legende allerdings keinesfalls auf sich sitzen lassen. Woyke zog nun sogar wegen des 20 Euro-Knöllchens vor das Amtsgericht in Düsseldorf.

Befand sich Auto des früheren Fortuna-Keepers Wim „passiven Abseits“?

Ursprünglich war die Polizei nur angerückt, weil sich ein anderes Auto im absoluten Halteverbot befand. Dabei schrieben die Beamten auch noch gleich Wilfried Woykes Wagen mit auf. Zu Unrecht, wie er findet: „Ich weiß doch, wo ich geparkt habe. Und zwar deutlich vor der Parkverbotszone“, sagt der Torwart. Befand sich sein Auto also nur im „passiven Abseits“?

Laut Woyke war's noch nicht einmal gleiche Höhe. Schließlich kamen Fotos auf den Tisch. Doch auch der „Videobeweis“ konnte keinen Aufschluss geben. Eigentlich zog die Richterin in Erwägung, das Verfahren einzustellen. Das reichte dem Fortunen allerdings nicht: „Ich will einen Freispruch. Koste es was es wolle.“ Deshalb geht die Verhandlung nun im November weiter, wenn weitere Zeugen geladen werden.

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