„Aktenzeichen XY ... ungelöst“ Brutale Wahrheit zum Fall Hanaa: „Es war ein Ehrenmord“

Hanaa S.

Die Leiche von Hanaa S. ist immer noch verschwunden.

Düsseldorf – Ein Filmdrama, das sprachlos macht. Bei der XY-Fernsehfahndung am Mittwochabend nach der seit dem April 2015 gesuchten Leiche von Hanaa S. (35) aus Düsseldorf kam heraus: Die Tat war laut Frank Gartmann, Chef der Wuppertaler Mordkommission ein „Ehrenmord“! Ablauf und Hintergründe  der Tat stellen sich jetzt als ein Abgrund dar.

Wie eine Sklavin behandelt

Die Fernsehfahndung offenbarte eine Wahrheit, die brutaler nicht sein kann.  Das Leben von Hanaa, kontrolliert und bestimmt vom despotischen Mann und dem jesidischen Oberhaupt der Familie im Irak. Als Hanaa ihren Mann aus Angst verlässt, weil er sie ständig geprügelt und wie eine Sklavin behandelt haben soll, war das ihr Todesurteil!

Drei irakische Familienmitglieder sind verhaftet und schon angeklagt: Ihr Mann Salim S. (41), ihr Sohn (18) und ein Schwager (24). Alle schweigen.
Hanaa bekam abgezähltes Geld, durfte die Wohnung alleine nicht verlassen. Passte ihrem Mann was nicht, gab es Schläge. Es kam heraus, dass die „sechsfache“ Mutter nur dreifache Mutter ist, denn drei der sechs Kinder stammten aus erster Ehe ihres Mannes. Nach seinem Glauben durfte er eine Frau verlassen, aber Hanaa nicht ihn. 

Ermordet am Fristtag

Die 35-jährige gebürtige Irakerin aus Gerresheim, mit 15 zwangsverheiratet,  war lebend zuletzt am 21. April  2015 in Solingen gesehen worden, wo sie sich versteckte. Zuvor lebte sie in Frauenhäusern, mehrfach von der eigenen Familie bedroht und vom Mann überfallen, immer auf der Flucht. 

In Solingen, glaubte sie sich sicher. Doch auch diese Adresse bekam ihr Mann heraus. Die Familie hatte gedroht, sie solle das „Hochzeitsgold“ herausgeben. Es lag in einem Safe einer Bank. Die Frist lief an dem Tag ab, als sie ermordet wurde.

Neu ist, dass in ihrer Wohnung Blutspuren gefunden wurden. Daher glauben die Ermittler, dass Hanaa in der Wohnung umgebracht, in einem Teppich eingerollt weggeschafft und an einer noch unbekannten Stelle vergraben wurde. Es gingen nach der Sendung rund 100 Hinweise ein.

Auf der nächsten Seite: Erste Hinweise zum Golzheimer Raubüberfall!

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So soll der Überfall abgelaufen sein: Im Film bedroht einer der Gangster die 68-Jährige mit dem Messer, will das Geldversteck wissen.

Erste Hinweise zum Golzheimer Raubüberfall!

Am 15. März letzten Jahres war ein Ehepaar (75/68) in seiner Wohnung auf der Schwerinstraße in Golzheim von vier Gangstern (davon drei maskiert) brutal überfallen und ausgeraubt worden. Eine Fernsehfahndung am Mittwochabend in „XY...ungelöst“  nach den Tätern und ihrer Beute brachte zahlreiche Hinweise, die jetzt überprüft werden müssen.

Im Fahndungsfilm kam heraus, dass die Gangster einen Schlüssel zur Wohnung hatten und über die Lebensverhältnisse der Opfer gut Bescheid wussten, auch dass der Ehemann unter Demenz leidet.

Eine Zeuge hatte das Kennzeichen eines Autos notiert, das vermutlich den Tätern gehörte. Dazu gab es ebenso Hinweise wie zur Beute, zwei Uhren, zwei Deko-Waffen und ein Besteck.

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