Düsseldorfer Wirt geschockt Unfall erinnert an Horror-Tag und weckt schlimme Erinnerungen

Ein Abschleppwagen zieht nach einem Unfall ein Auto auf die Ladefläche.

Am Café Florian in Düsseldorf ist es am Samstag (2. Oktober) zu einem Unfall gekommen. 

In Düsseldorf ist es am Samstag (2. Oktober) zu einem Unfall am Café Florian gekommen. Der Unfallort war Schauplatz einer Amokfahrt vor 18 Jahren.

Düsseldorf. Quietschende Reifen, Blech, das auf Stein schrammt, entsetzte Passanten und Gäste. Bei einem Unfall direkt vorm „Café Florian“ kamen nicht nur beim Inhaber Abed Mansour schlimme Erinnerungen hoch. An derselben Stelle endete 2003 eine Amokfahrt mit 14 Schwerverletzten.

Samstagmittag (2. Oktober) gegen 13.30 Uhr: Das „Café Florian“ ist gut besucht. Entspannt sitzen die Gäste in dem Lokal von Promi-Wirt Abed Mansour. Sein Personal wuselt über die Terrasse, serviert Kaffee, Burger oder französischen Speckpfannekuchen.

Düsseldorf: Auto kracht nach Unfall in Blumenkübel vor „Café Florian“  

Auf der Schwerinstraße kommt in diesem Moment eine Autofahrerin in einem silbernen Kleinwagen Richtung Nordstraße - und missachtet offenbar die Vorfahrtsregelung! Mit voller Wucht kracht sie in einen SUV, die beiden Fahrzeuge schliddern über die Fahrbahn. „Das war eine Fast-Katastrophe“, schildert Abed Mansour. „Hätten nicht die Blumenkübel dort vor meinem Café gestanden, wäre es zu einem schlimmen Unglück gekommen.“

Dann erzählt Mansour, warum die schweren Betonbrocken an dieser Stelle überhaupt stehen: Am 22. Juni 2003 endete auf seiner Terrasse die Amokfahrt eines damals 63-Jährigen. Dabei waren 14 Menschen schwer verletzt worden. Der Gastronom: „Damit so etwas nicht noch einmal passieren kann, habe ich die Blumenkübel dort platziert.“

Düsseldorf: Unfall erinnert an Amokfahrt mit 14 Verletzten

Der Horror-Tag vor 18 Jahren: Der damals 64-jährige Gerd F. beginnt in seinem Bistro zu zechen: Wein, Sekt. Dann steigt er in seinen knallroten Chevrolet Camaro - und gibt kräftig Gas. Zuerst trifft es das „Eiscafé Da Forno“: Gerd F. zerschmettert mit seinem Chevrolet Mobiliar, Blumenkübel, Motorräder.

Café-Inhaber Abed Mansour lächelt in die Kamera.

Café-Inhaber Abed Mansour, hier auf einem undatierten Foto, kann nach dem Schock wieder lachen: Für seine Gäste und sein Team ging der Unfall glimpfllch ab.

Der Wagen schießt weiter auf die Terrasse vom „Café Florian“. 13 Personen sind bei der Amokfahrt schon verletzt worden, dann erfasst Gerd F. einen 29-Jährigen, schleift ihn 20 Meter mit. Der junge Mann hatte auf der Terrasse des Café Florian gesessen, versuchte sich mit einem Hechtsprung zu retten, als er den heranrasenden roten Luxus-Schlitten sah.

Vor Gericht erzählte er damals: „Aber ich blieb wohl an einer Absperrkette hängen, kam unter den Wagen und wurde mitgeschleift. Dann verlor ich das Bewusstsein.“ Erst ein Achsbruch stoppte die Amokfahrt von Gerd. F.

Ganz anders zum Glück die Bilanz des Unfalls vom Samstag: zwei Leichtverletzte, so die Leitstelle der Düsseldorfer Polizei. Aber Abed Mansour ist sicher: „Meine Blumenkübel haben Leben gerettet.“ Deshalb kann er auch verschmerzen, dass bei dem Unfall eine Konstruktion beschädigt wurde, mit der am Montag (4. Oktober) ein Wintergarten an seinem Lokal aufgebaut werden sollte.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.