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Tochter (2) erleidet Schock Dorsten: SEK-Beamte stürmen falsche Wohnung

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Auf der Suche nach einem Verdächtigen, unterlief den SEK-Beamten ein fataler Fehler. Unser Symbolfoto zeigt Beamte eines Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei, die am 3. März 2020 während einer Razzia vor einer Wohnung in Bad Segeberg stehen.

Dorsten – „Plötzlich und völlig unerwartet wurde unsere Wohnungstür aufgeschossen. Direkt danach sind gleich mehrere Beamte auf mich drauf und haben mich ihren Maschinengewehren und Handfeuerwaffen bedroht.“

Ein Schock für Peter Hardes und seine zweieinhalbjährige Tochter, wie der Vater gegenüber dem Stadtspiegel Dorsten/Haltern berichtet.

  • SEK stürmt falsche Wohnung in Dorsten
  • Beamten waren auf der Suche nach einem Verdächtigen
  • Tochter (2) des Familienvaters erleidet Schock

Auf der Suche nach Verdächtigem: SEK stürmt falsche Wohnung

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Nach Angaben der Polizei Recklinghausen waren SEK Spezialkräfte am Dienstagabend (12. Mai) auf der Suche nach einem Tatverdächtigen, der am Freitagabend einen Mann bei einer Schlägerei mit einem Messer bedroht hatte.

Das Fatale: Die Spezialkräfte hatten zwar die Wohnung des Verdächtigen im Erdgeschoss ausfindig gemacht, schossen aber dann versehentlich eine falsche Tür auf, stürmten die Wohnung und bedrohten einen unschuldigen Mann, der mit seiner Tochter auf dem Sofa saß.

Fatale Verwechslung in Dorsten: „Auf einmal stehen da circa 20 SEK-Beamte mit Maschinenpistolen!“

„Auf einmal stehen da circa 20 SEK-Beamte mit Maschinenpistolen im Anschlag“, erzählte er dem „WDR“. „Meine Tochter, die erst zweieinhalb Jahre ist, saß neben mir auf der Couch und hat nur geschrien. Wir waren und sind total geschockt.“

Doch kurze Zeit später wurden sich die Beamten selbst über die Verwechslung bewusst.

Sie verließen die Wohnung des Familienvaters und stürmten die Wohnung nebenan – diesmal offensichtlich die Richtige.

In der Wohnung des Verdächtigen wurden Elektroschock-Geräte und ein Messer gefunden und sichergestellt.

SEK stürmt falsche Wohnung: Tochter „steht immer noch voll neben sich“

Trotz des schwerwiegenden Fehlers des SEK, möchte Peter Hardes die Polizeibeamten nicht verklagen, „da sie ja eigentlich nur ihren Job gemacht haben.“ Er hätte sich jedoch gewünscht, „dass sie im Vorfeld genauer prüfen, welche Wohnung sie stürmen.“

„Jetzt im Nachhinein geht es uns vor allem um unsere Tochter. Ich möchte, dass sie diesen Schreck möglichst schnell und gut überwindet. Sie steht immer noch voll neben sich“, erklärte Hardes dem Stadtspiegel Dorsten/Haltern.

SEK entschuldigt sich bei Familie aus Dorsten

Gleich am selben Abend hätten sich die Beamten jedoch persönlich bei der Familie entschuldigt. Der materielle Schaden wird natürlich auch übernommen.

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Die Zweieinhalbjährige bekam sogar einen Polizeibären. Um den Schock zu verdauen, wird es dennoch einige Zeit brauchen. (sdm)

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