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Vor Umzug der Realschule Beuel Schimmel-Zoff um Anne-Frank-Schule

bonnfrank

Die ehemalige Hauptschule Anne-Frank-Schule wird neue Bleibe der Beueler Realschule.

Bonn – Jetzt ist ordentlich Dampf im Kessel. Seit Monaten streiten sich Teile von Elternschaft und Schülern mit der Stadt um den Umzug der Realschule Beuel in die Räume der ehemaligen Anne-Frank-Hauptschule. Jetzt stellte ein Gutachter dort auch noch Schimmelbefall fest. Eltern sind in Sorge um ihre Kinder.

Stadtrat beschloss Umzug

Mit satten 4,5 Millionen Euro beziffert das Städtische Gebäudemanagement (SGB) den Sanierungsbedarf der Beueler Realschule in der Rölsdorfstraße. Eindeutig zu viel für die Verwaltung und per Ratsbeschluss wurde festgelegt: Die Schule muss umziehen. Die neue Bleibe war in der ehemaligen Hauptschule Anne-Frank-Schule, die erst 2006/2007 grundsaniert und erweitert wurde, schnell gefunden.

Bürgerbegehren fand keine Mehrheit

„Wir als Eltern wurden im Prozess des Umzuges von der Stadt in einem solchen Maß ignoriert, unsere Einwände ins Lächerliche gezogen und Fragen nicht beantwortet“, beklagen  besorgte Eltern. Ihr Bürgerbegehren scheiterte, doch auf ihrer Homepage www.pro-standort-realschule-beuel.de kämpfen sie weiter.

„Die Eltern sind von Beginn an über die schulgesetzlichen Beteiligungsinstrumente in den Prozess einbezogen worden. Bereits am 21. September 2016 hat es eine vollständige gemeinsame Begehung der Anne-Frank-Schule mit Vertretern der Schulkonferenz, Eltern, Lehrern und Schülern gegeben“, stellt das Presseamt klar.  Doch  die Schulkonferenz sprach sich im September 2016 gegen einen Umzug aus.

Start der Sanierung nächste Woche

Jetzt der Schimmelschock in Teilen der Anne-Frank-Schule. Die Sanierungsarbeiten beginnen nächste  Woche, anschließend wird eine erneute Raumluftmessung durchgeführt. „Die Sanierungsarbeiten sollen im Laufe der Sommerferien abgeschlossen sein“, bestätigt Stefanie Zießnitz vom Bonner Presseamt.

Den Eltern genügt das nicht. Mittwoch wird sich erneut ein weiterer Gutachter ein Bild machen. Diesmal von der „Unfallkasse NRW“, eingesetzt durch die Schulleitung.

Kein Vertrauen in Stadtverwaltung

„Wir können der Stadt und ihren Vertretern zu unserem Bedauern nicht mehr trauen“, betont eine Mutter. Für Mittwoch hat die Schulpflegschaft ihren eigenen Gutachter angekündigt. Ihm wird auch der Zutritt zum Gebäude gewährt, erklärt die Stadt.

Sanierung der Beethovenhalle, Schwimmbad-Neubau oder  Opernsanierung: Für die Eltern allesamt Prestigeobjekte. „Für alles ist in Bonn Geld da, nur leider für unsere Zukunft, die Kinder, anscheinend nicht“, so der Vorwurf einiger Eltern.

Wichtige Schulprojekte werden angegangen

Die Stadt setzt deutlich dagegen:  Knapp 80 Millionen Euro investierte Bonn in den Jahren 2016/2017 in fünf Schulprojekte. Wie zum Beispiel dem Bau einer fünften Gesamtschule, der Sanierung der Nordschule oder dem Neubau der Grundschule „Om Berg“. Zießnitz: „Diese Liste lässt sich mühelos fortsetzen. Dass kein Geld für die Kinder da ist, stimmt so nicht.“

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