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Radikaler Schnitt in BonnOpernhaus und Theater vor dem Aus

Die Bonner Oper von außen

Copyright: Alexander Schwaiger

Die Bonner Oper könnte bald Geschichte sein (Archivfoto vom 14. Dezember 2021).

Eine Nachricht, die Bonn erschüttert! Das Opernhaus und das Theater in Bad Godesberg stehen vor dem Abriss.

Ein echter Kracher wurde am Dienstag (10. März) gezündet: Im Rahmen einer Pressekonferenz namens „Zukunft der Bonner Bühnen“ hat die Bonner Stadtverwaltung ein drastisches Vorhaben enthüllt. Das traditionsreiche Opernhaus sowie die Bühne in Bad Godesberg sollen dem Erdboden gleichgemacht werden. An ihrer Stelle ist ein vollständig neuer Gebäudekomplex in Beuel geplant. Für Bonns Stadtoberhaupt Guido Déus handelt es sich um eine „grundlegende Zukunftsentscheidung“.

Zusammen mit einem Firmenverbund, bestehend aus „Drees & Sommer“ und „dasbauprojekt“, erarbeitete die Abteilung „Zukunft der Bonner Theater“ in der jüngsten Vergangenheit unterschiedliche Optionen. Als Basis dienten eingehende Analysen zur Bausubstanz der Immobilien.

Bonner Bühnen vor dem Aus – nur noch fünf Jahre Zeit?

Die Resultate sind schockierend: Die Instandsetzung des Opernhauses wäre mit enormen finanziellen Wagnissen verbunden und, entgegen früherer Annahmen, bei laufendem Betrieb unmöglich. Ein Stadtsprecher fasste es zusammen: „Nach jahrelangen Voruntersuchungen ist nun klar, dass das Opernhaus Bonn und das Theater in Bad Godesberg aufgrund zahlreicher Mängel und des Sanierungsstaus nur noch etwa fünf Jahre betrieben werden können“.

Dieser Zeitrahmen ist zudem unsicher – unter der Bedingung, dass kein unvorhersehbares Ereignis eine schnellere Schließung notwendig macht. Zusätzlich besteht dringender Handlungsbedarf bei den Theaterwerkstätten in Beuel, die wegen Einsturzgefahr renoviert werden müssen.

Aber diese Zwangslage könnte sich als Chance erweisen. Durch den Abbruch der baufälligen Werkstattbereiche in Beuel wird Fläche frei. Dies eröffnet zum ersten Mal die Option, das Opernhaus, das Schauspiel und die Administration an einem zentralen Ort zusammenzuführen.

Fünf mögliche Lösungswege wurden insgesamt vorgestellt. Dabei bevorzugt die Stadtverwaltung deutlich eine Variante, die die Bündelung des kompletten Theaterbetriebs am Standort Beuel beinhaltet (Kosten: 426 Millionen Euro). Strukturell betrachtet wäre das die kosteneffizienteste Möglichkeit mit dem höchsten Einsparpotenzial. Alle präsentierten Bruttobeträge beinhalten schon eine jährliche Erhöhung der Baukosten und einen Risikoaufschlag von 24 Prozent.

Guido Déus machte deutlich: „Wir stehen vor einer grundlegenden Zukunftsentscheidung – und zum ersten Mal können wir verlässliche, durchdachte Optionen präsentieren.“ Die Zusammenführung in Beuel kombiniere „finanzielle Vernunft mit einer echten Perspektive für ein modernes, effizientes Theater.“ Sie sorge für Planungssicherheit und biete die Gelegenheit, ein Kulturprogramm auf die Beine zu stellen, das der Position Bonns als internationale Bundesstadt gerecht wird. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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