Tod im USA-Urlaub Ehepaar aus Much von riesigem Eisbrocken erschlagen

Gletschersee

Bei einem Unglück auf einem Gletschersee in Alaska kamen das Ehepaar und ein Wanderführer ums Leben. 

Much/Anchorage/Alaska – Sie wollten den Valdez-Gletscher in Alaska mit seinen imposanten Eisberg-Formationen erleben – und kamen nicht zurück...

Arzt-Ehepaar stammt aus der Region

Die drei toten Touristen, die am Mittwoch aus dem Gletschersee Valdez Glacier Lake geborgen wurden, sind identifiziert.

Nach EXPRESS-Informationen handelt es sich bei zwei der Opfer um ein Ehepaar aus unserer Region. Der 66-jährige Dr. Peter V. war Kinderarzt, hatte eine Praxis in Much im Rhein-Sieg-Kreis. Auch seine Frau Ruth (68, Namen geändert) war Ärztin. 

Das Paar war zusammen mit einem Bekannten (62), einem Wanderführer aus Österreich, in Alaska im Wohnmobil unterwegs gewesen. Die Leiche des 62-Jährige wurde ebenfalls aus dem eisigen Wasser gezogen. Das Wohnmobil stellten die Ermittler wenig später in der Nähe des Sees, an einem Aussichtspunkt, sicher. 

Laut Polizei wurde Kanu von einem Eisbrocken getroffen

Dem Trio war ein Ausflug in einem aufblasbaren Kanu zum Verhängnis geworden. Die Polizei von Anchorage geht inzwischen davon aus, dass das Boot von einem großen Stück Eis getroffen wurde. Denn der Gletscher kalbte. Heißt: Riesige Brocken stürzen ins Wasser und lösen gefährliche Wellen aus. 

Ein Kajak-Fahrer hatte Dienstagmorgen den grausigen Fund gemacht. Zwei der Leichen trieben im Wasser neben dem gekenterten Kanu. „Sie hatten ihre Schwimmwesten noch an“, erklärte Polizeisprecherin Sheri Pierce. Das dritte Unglücksopfer wurde später zwischen Eisschollen gefunden – mit einer klaffenden Kopfwunde, so die Sprecherin. 

Geborgener Plastikbehälter enthielt Ausweis

Die Toten konnten identifiziert werden, weil die Ermittler auch einen wasserdichten Plastikbehälter bergen konnten, in dem der Ausweis von einem der drei Toten lag. Ebenso befand sich darin der Schlüssel des Wohnmobils. „Dort haben wir die Ausweise der beiden anderen Toten gefunden“, erklärte Sheri Pierce. 

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