Erfinder will Bonn verschönern Kommt der „Lange Oscar“ in die Rheinaue?

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Turm „Aire“ will hoch hinaus: 166 Meter Glas mit verschnörkelter Spitze sollen bald die Bonner Rheinaue pimpen.

Bonn – Wird die Rheinmetropole bald futuristisch? Wenn’s nach Oscarpreisträger Horst Burbulla (59) ginge, auf jeden Fall. Der Erfinder und Unternehmer will die Bonner Rheinaue nämlich pimpen.

Wie? Mit einem pompösen Glasturm samt Kronleuchterspitze namens „Aire“. Richtig gelesen - Der verschnörkelte Wolkenkratzer erinnert zwar eher an futuristische Sci-Fi Filme, soll aber laut dem in Bonn aufgewachsenen Unternehmer bald tatsächlich das Bild der ehemaligen Hauptstadt aufmotzen. 

Wer zum Teufel ist Horst Burbulla?

Zugegeben, der Name muss einem nicht bekannt vorkommen. Denn der 59-Jährige ist nicht als Schauspieler zu seinem Oscar gekommen, sondern als Technik-Genie.  

Als ihm bei seinem Dreh des Films „Liebe und Tod“ das nötige Kleingeld für eine flexibel fahrbare Kamera fehlte, baute er sich einfach sein eigenes Modell – mit Erfolg. Denn schon 1982 gründete der gebürtige Pole seine eigene Firma „Orion“. Das Unternehmen verkauft bis heute Kamerakran-Systeme mit Teleskop-Mechanismen.

In Hollywood Kult

Burbullas Kamerakräne sind an Hollywood-Sets mittlerweile Standard. 2005 gewann der Erfinder dann sogar den Oscar in der Kategorie Technik, welcher ihm von Hollywood-Schönheit Scarlett Johansson (33) überreicht wurde.

Vom Kranbauer zum Architekten?

Jetzt will der erfinderische Unternehmergeist wohl noch einen drauf setzen und sich als Architekt versuchen. Aber wie kam er auf einen Glasturm mit Kronleuchterspitze?

„Ich habe mich gefragt, in welchen Veranstaltungssaal meine Kinder (11 und 14 Jahre) gern gehen würden? Und dann ist mir diese Idee von einem Saal in einem Turm gekommen“, verriet er EXPRESS. 

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Ganz schön lang: Glasturm „Aire“ entspringt der Fantasie von Oscarpreisträger Horst Burbulla.

Gestatten: „Aire“ soll die majestätische Immobilie heißen

Und damit war die Idee von „Aire“ geboren, einem 166 Meter hohen Glasturm mit 1100 Sitzplätzen in einem großen Bühnensaal in der Höhe. Vor allem für Shows und Events soll die protzige Immobilie genutzt werden:

„Die Bühne bietet Platz für ein großes Symphonieorchester, eine Tanzveranstaltung oder eine kleine Band. Der Saal ist umschlossen von einem fünf Meter breiten Ring mit Bar, Lobby und Restaurant mit Blick ins Rheintal und bis nach Köln“, heißt es auf der offiziellen Seite des protzigen Turmes.

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Wahnsinns-Panorama: Der Tower taugt nicht nur als Konzertsaal und Restaurant, sondern bietet darüber hinaus noch eine einmalige Aussicht.

Die Finanzierung des Glasturms

Und wer finanziert den Spaß aus Glas? 30 Millionen Euro will der Unternehmer selbst in den Bau der gläsernen Immobilie reinbuttern, aber auch Fremdkapital stehe dem Nachwuchsbaulöwen zur Verfügung. Laut Burbulla soll die Location aber ein privates Unternehmen werden, das von ihm selbst betrieben wird.

Umsetzung von „Aire“ könnte schwierig werden...

Doch die Realisierung des Projektes könnte (gelinde gesagt) etwas schwierig werden. 

Dr. Monika Hörig von der Stadt Bonn: „Mir ist nicht bekannt, dass Herr Burbulla einen Bauantrag gestellt hat. Da kämen außerdem einige Hürden auf ihn zu, denn die Rheinaue steht unter Naturschutz. Außerdem kämen ihm der Urheberschutz sowie der Denkmalschutz in die Quere.“

Ob der „lange Eugen“ bald tatsächlich einen Nachbarn in Form eines „langen Oscars“ bekommt, bleibt also abzuwarten.

(exfo)

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