Evakuierung in Bonn Heftige Menge Rohrreiniger sorgt für Großeinsatz: Sieben Menschen verletzt

Einsatzkräfte der Feuerwehr Bonn bei einem Großeinsatz. Rohrreiniger hatte für den Einsatz gesorgt.

In den Abendstunden musste die Feuerwehr Bonn in den Stadtteil Auerberg ausrücken.

Großeinsatz der Feuerwehr in Bonn! Mehr als drei Stunden waren die Einsatzkräfte im Stadtteil Auerberg vor Ort.

Eine zu große Menge Rohrreiniger hat in Bonn am späten Montagabend (14. November 2022) für einen Großeinsatz der Feuerwehr und des Rettungsdienstes gesorgt. Ein Gebäudekomplex musste komplett evakuiert werden, sieben Menschen wurden durch Kontakt mit Schwefelsäure verletzt.

Gegen 17.45 Uhr war der Rettungsdienst der Stadt Bonn in die Pariser Straße (Stadtteil Auerberg) gerufen worden. Medizinischer Notfall! Unglaublich: In einer Wohnung sollen nach EXPRESS.de-Informationen etwa fünf Liter Rohrreiniger genutzt worden sein. Normale Menge: etwa 500 Milliliter.

Bonn-Auerberg: Zu viel Rohrreiniger sorgt für großen Einsatz der Feuerwehr

Vor Ort war die Lage schnell klar. „Die Besatzung des Rettungswagens merkte bereits im Treppenraum einen beißenden Geruch“, erklärt Ralf Krahforst, Sprecher von Feuerwehr und Rettungsdienst in Bonn.

Der Gebäudekomplex wurde evakuiert, etwa 40 Menschen wurden draußen in Bussen der Stadtwerke Bonn betreut. In der betroffenen Wohnung das säurehaltige Reinigungsmittel mit Säurebindemittel aufgenommen, sicher verpackt und abtransportiert. Eine weitere Ausbreitung konnte so verhindert werden.

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Um die Einsatzkräfte zu schützen, wurde vor dem Haus ein spezieller Platz zur Dekontamination aufgebaut. Dort wurden die Einsatztrupps nach dem Einsatz gereinigt.

Menschen in Schutzanzügen stehen vor einem Wohnhaus in Bonn. Dort hat ein Rohrreiniger für einen Großeinsatz gesorgt.

Am Dekontaminationsplatz vor dem Wohnhaus wurden die Einsatzkräfte gereinigt.

Zwei Bewohner der betroffenen Wohnung wurden in Bonner Krankenhäuser transportiert. Ihre Wohnung ist laut Feuerwehr bis auf Weiteres nicht bewohnbar. Alle anderen Bewohnerinnen und Bewohner konnten später in ihre Wohnungen zurückkehren.

Etwa nach dreieinhalb Stunden konnte die Feuerwehr, die mit 55 Kräften im Einsatz war, die Einsatzstelle an die Polizei und das Ordnungsamt übergeben.

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