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Polizei-Großeinsatz in Bonn Spektakuläre Festnahme: Das wurde Flüchtigen zum Verhängnis

Polizeieinsatz in Bonn-Beuel, ein Täter wird von Beamten am Boden fixiert.

Polizeieinsatz in Bonn-Beuel am Donnerstagabend (16. Juni 2022): Ein Tatverdächtiger wird von einer Beamtin am Boden fixiert.

Der Großeinsatz in Bonn-Beuel hatte seinen Anfang im Westerwald in Rheinland-Pfalz. Dort war ein Geldautomat gesprengt worden. In Beuel wurde die Flucht von vier Tatverdächtigen gestoppt.

Nach dem spektakulären Einsatz in Bonn-Beuel haben Polizei und  Staatsanwaltschaft am Freitag (17. Juni 2022) weitere Informationen bekannt gegeben. Hintergrund war demnach die Sprengung eines Geldautomaten in Kroppach (Rheinland-Pfalz). 

Der Ort liegt im Westerwald, rund 55 Kilometer von Beuel entfernt. Auf der Gartenstraße in Beuel hatte die Polizei am Donnerstagabend die Flucht mehrerer mutmaßlicher Automatensprenger gestoppt – an einem Bahnübergang. Wie EXPRESS.de erfuhr, war den Flüchtigen die geschlossene Schranke zum Verhängnis geworden. 

Einsatz in Bonn-Beuel: Mutmaßliche Automatensprenger festgenommen

Die Geldautomaten-Sprengung war am Donnerstag gegen 2.10 Uhr in Kroppach im Westerwald erfolgt. Wie Dietmar Moll, Sprecher der zuständigen Koblenzer Staatsanwaltschaft, am Freitagmorgen erklärte, wurden zwei Tatverdächtige noch am Morgen bei Roth, ebenfalls im Westerwald, vorläufig festgenommen. 

Fünf weiteren Verdächtigen gelang zunächst die Flucht. In einem VW fuhren sie über die A3 in Richtung Köln, wohl wissend, dass in Rheinland-Pfalz bereits eine Großfahndung nach ihnen angelaufen war. Nach EXPRESS.de-Infos hatte ein Zeuge das Fluchtfahrzeug mit niederländischem Kennzeichen in Tatortnähe gesehen und der Polizei den Hinweis gegeben. Die nahm die Verfolgung, unter anderem mit Zivilkräften, auf. 

Automat im Westerwald gesprengt: Schranke in Bonn-Beuel stoppt Flucht

An der Anschlussstelle Siebengebirge sollen die Verdächtigen dann plötzlich von der Autobahn runter und Richtung Bonn gefahren sein. Auf der Gartenstraße in Beuel-Vilich mussten sie schließlich anhalten – die Bahnschranke war unten. Einer der Insassen nutzte die Gelegenheit, um auszusteigen. Vermutlich war es ihm zu fünft in dem VW zu eng oder er wollte eine Zigarette rauchen. Kurz darauf kam es zum Zugriff.

„Vier Tatverdächtige konnten Donnerstagabend durch Polizeikräfte im Bonn-Beuel festgenommen werden. Einem Verdächtigen gelang die Flucht“, so Dietmar Moll von der Staatsanwaltschaft Koblenz. Bei dem, der seitdem auf der Flitze ist, soll es sich nach EXPRESS.de-Informationen um denjenigen handeln, der das Auto verlassen hatte. 

Wie der Bonner Polizeisprecher Robert Scholten bestätigt, kam das Quartett zunächst im Gewahrsam des hiesigen Polizeipräsidiums unter. Die nun insgesamt sechs Festgenommenen im Alter von 19 bis 30 Jahren sollen aber noch am Freitag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Koblenz vorgeführt werden. Fünf der Tatverdächtigen sind laut Staatsanwaltschafts-Sprecher Moll niederländische Staatsangehörige, eine tatverdächtige Person verfügt über die französische Staatsangehörigkeit.

Fahndung in Bonn-Beuel: Polizei aus Rheinland-Pfalz mit im Großeinsatz

Eine EXPRESS.de-Reporterin hatte von dem Einsatz in der Gartenstraße in Bonn-Beuel berichtet. Demnach wurden zwei Personen gegen 21.30 Uhr aus dem Fahrzeug geholt, nach weiteren Tatverdächtigen wurde gefahndet. Sie waren aus dem Auto geflüchtet, kamen aber nicht weit.

Direkt an einem Bahnübergang in Bonn-Beuel wurden die beiden Fahrzeuge von der Polizei gestoppt.

Direkt an einem Bahnübergang in Bonn-Beuel wurden am Donnerstagabend (16. Juni 2022) die beiden Fahrzeuge von der Polizei gestoppt.

Gegen 22 Uhr konnte die Polizei zwei weitere mutmaßliche Täter im direkten Umfeld zur Gartenstraße in Bonn-Beuel festnehmen. Die Großfahndung nach einem weiteren Flüchtigen, bei der auch ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera im Einsatz war, dauerte bis in die tiefe Nacht und wurde gegen 3 Uhr erfolglos eingestellt. 

Noch Donnerstagabend hatte ein Sprecher der Polizei gegenüber EXPRESS.de bestätigt, dass die Fahndung aus Koblenz bundesländerübergreifend bis nach Bonn-Beuel ausgeweitet worden war. Viele der Einsatzfahrzeuge hatten Nummernschilder aus Rheinland-Pfalz. Die mutmaßliche Beute aus der Automatensprengung soll im Rahmen der Festnahmen sichergestellt worden sein. (ms, iri)

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