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„Nicht mehr zeitgemäß“ Pfarrgemeinde in NRW entschuldigt unpassenden Ostergruß

Briefträger Post Brief

Die Eheleute waren über die Briefe nicht so richtig erfreut (unser Symbolfoto zeigt einen Briefträger, der einen Brief einwirft).

Aachen – Eine Pfarrgemeinde in Aachen hat sich für einen in vielen Fällen falsch adressierten Ostergruß entschuldigt.

  • Ostergruß von Pfarrgemeinde in Aachen sorgt für Ärger
  • Verantwortliche entschuldigen sich
  • Das Problem sei aber ein technisches

Auf den verschickten Postkarten der Gemeinde St. Gregor von Burtscheid war bei Eheleuten im Adressfeld oft nur der Ehemann aufgetaucht - das sorgte für Ärger.

Pfarrgemeinde spricht ihr Bedauern aus

„Hierüber möchten wir unser Bedauern zum Ausdruck bringen und entschuldigen uns ausdrücklich bei Ihnen“, hieß es in einem zweiten Schreiben wenige Tage später. Die Kirchengemeinde bestätigte den Vorgang am Donnerstag. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Was war passiert? Nach Angaben der Gemeinde waren die rund 11.000 Postkarten nur an jene Mitglieder adressiert worden, die das System als sogenannte Haushaltsvorstände ausgab - bei Eheleuten sei das „in der Regel“ der Ehemann gewesen.

Gemeinde gibt zu: „Nicht mehr zeitgemäß“

„Dass dieses Verfahren nicht mehr zeitgemäß ist und sich zahlreiche - insbesondere weibliche - Gemeindemitglieder nicht nur nicht angesprochen, sondern sogar ausgeschlossen fühlen, ist nur zu gut verständlich“, räumte die Gemeinde in ihrem zweiten Schreiben ein.

Die Krux sei aber technischer Natur. Durch eine Auswertung aus dem kirchlichen Meldewesen, in dem alle 14.000 Gemeindemitglieder erfasst seien, könne man prinzipiell Adressetiketten mit beiden Namen erstellen.

Für den direkten Druck auf eine Postkarte werde aber eine Excel-Tabelle benötigt - und beim Export der Daten dorthin falle der Name des Ehepartners weg.

Tausende Adressdaten hätten zusammengeführt werden müssen

Um das auszugleichen, hätten Tausende Adressdaten händisch zusammengeführt werden müssen. Das sei schlicht nicht zu leisten.

Alternativ müsste man bei einer Postkarten-Aktion den Umweg über die möglichen Etiketten mit beiden Namen nehmen, diese dann aber auch alle aufkleben.

Gabriela Wittwer aus der Verwaltung der Gemeinde sagte am Donnerstag, die Verwunderung und die Verärgerung der Frauen sei verständlich gewesen. Daher habe man sie nochmals separat kontaktiert und den Fall erklärt.

Die Kirchengemeinde verstehe sich auch nicht so, dass sie nur Männer anspreche, sagte sie. Die Gemeinde habe in der Vergangenheit schon zu verschiedenen Gelegenheiten auf das technische Problem hingewiesen. (dpa)