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Pizza, Kondom, Sprungturm Die sieben kuriosesten EU-Pläne aller Zeiten

Euro-Skulptur vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.

Euro-Skulptur vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.

Ist die Banane dick genug? Ihnen ist das egal? Der EU nicht. Sie legt genau fest, wie dick eine Banane sein darf - nämlich 27 Millimeter. Immer wieder sorgen merkwürdige Richtlinien und kuriose Pläne für Verwirrung in Europa.

Auf den nächsten Seiten haben wir die verrücktesten Pläne der EU zusammengefasst - und was aus ihnen geworden ist.

Los geht's mit dem Einheits-Kondom.

Kondom-Größe

Laut EU-Beschluss von 1993 ist das Kondom als „medizinische Vorrichtung“ eingestuft. Das heißt: Seine Größe muss festgelegt werden. Doch zum Glück ging der Plan einer Festlegung nicht durch. Die EU spricht eine Empfehlung für die Kondomgröße aus: nicht länger als 16 Zentimeter.

Schwimmbad-Sprungtürme nur nach Norden - was soll das denn? Die Antwort gibt's auf der nächsten Seite.

Sprungtürme nach Norden

Eine Schwimmbad-Meldung sorgte im Mai 2013 für ziemlich viel Wirbel. Angeblich wollte die EU Sprungtürme in Freibädern sperren lassen, weil sie nicht nach Norden ausgerichtet waren. Totaler Quatsch? Jein. Diese EU-Empfehlung spricht die EU wirklich aus. In der DIN EN 13451-10 steht: „In Europa sollten Sprunganlagen im Freien nach Norden gerichtet sein.“ Grund: Damit die Sonne die Springer nicht so stark blendet. Abgerissen müssen die alten Sprungtürme deshalb aber nicht.

Wie groß darf ein Astloch sein? Auch das wurde mal von der EU geregelt. Auf der nächsten Seite geht's weiter.

Astloch-Richtlinie

Dieser Irrsinn ist zum Glück Vergangenheit: 1968 hatte die EU festgelegt, wie groß Astlöcher in Rohholz sein dürfen: "Die Abholzigkeit wird in Zentimetern mit einer Dezimalstelle pro Meter ausgedrückt." 2007 wurde die Richtlinie abgeschafft.

PS zu viel? Die EU will jetzt Staubsauger drosseln. Mehr Infos auf der nächsten Seite.

Gedrosselte Staubsauger

Strom sparen ist wichtig. Und das betrifft jetzt auch Brummbesen. Ab September 2014 dürfen Staubsauger nur noch eine maximale Nennleistungsaufnahme von 1600 Watt haben. Ab 2017 sind es nur noch 900 Watt. Dazu werden Sauger, die in der EU verkauft werden, mit einem bestimmten Energielabel ausgestattet.

Experten kritisieren, dass man durch die Verkleinerung möglicherweise länger saugen und dadurch mehr Energie verbrauchen würde. Mal abwarten.

Warum ist die Gurke krumm? Für Lebensmittel gibt es eine ganze Reihe von EU-Richtlinien. Antworten auf der nächsten Seite.

Krumme Gurke

Die kennt jeder: Durch die „Verordnung (EWG) Nr. 1677/88“ wurde von 1988 bis Juli 2009 geregelt, wie krumm eine Gurke sein darf. Beispiel für die festgelegte Klasse „Extra“: „maximale Krümmung: 10 mm auf 10 cm Länge der Gurke“. Das ist jetzt zum Glück Geschichte.

Doch solche Regelungen gibt's auch Pizza. Weiterlesen auf der nächsten Seite.

Weiche Pizza

Auch wie eine Pizza Napoletana zu sein hat, haben EU-Beamte festgelegt: maximal vier Zentimeter dick mit einem Durchmesser von höchstens 35 Zentimetern. Außerdem empfiehlt die EU: Die Pizza soll weich sein. Mhmm.

Kein Olivenöl mehr an Restauranttischen? Was daraus geworden ist, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Olivenöl-Hersteller

Total gaga: EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos wollte die kleinen Olivenöl-Kännchen in Restaurants verbieten lassen. Stattdessen sollte es nur noch nicht nachfüllbare Einwegflaschen geben. Das alles sollte angeblich zum Schutz der Verbraucher vor minderwertigem Öl geschehen. Doch Probleme aus Restaurants waren gar nicht bekannt geworden. Ciolos ruderte zurück. Olivenöl darf weiterhin in hübschen Karaffen auf den Tisch kommen.

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