Regierung will Moore mit Milliarden-Spritze retten.
Milliarden für MooreBund stellt 1,75 Milliarden Euro für Wiedervernässung bereit

Copyright: Bernd von Jutrczenka/dpa
Moorböden können viel schädliche Treibhausgase speichern. (Archivbild)
Ein gewaltiges Finanzpaket für den Klimaschutz: Das Bundesumweltministerium plant, die Areale mit gesunden Moorböden in Deutschland mithilfe von Subventionen beinahe zu verdoppeln. Dieser Schritt soll nicht nur dem Klima zugutekommen, sondern auch den Landwirten vor Ort neue Möglichkeiten schaffen.
„Mit diesem Angebot können wir den Moor-Regionen in Deutschland und vor allem den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben eine echte Zukunftsperspektive geben“, erklärte Minister Carsten Schneider (SPD). Durch die sogenannte „nasse Landwirtschaft“ soll es möglich werden, Wasser in der Landschaft zu binden, während die ökonomische Nutzung bestehen bleibt.
Moore sind wichtige Klimaschützer
Diese besonderen Böden sind wahre Helden für unser Klima. Sie binden gewaltige Mengen an schädlichen Treibhausgasen und tragen zur Regulierung des Wasserhaushalts bei. Das Problem: Wie die dpa berichtet, sind hierzulande mittlerweile über 90 Prozent der einstigen Moorflächen trockengelegt. Ein Schock-Wert, der die Dringlichkeit des Plans unterstreicht.
Um diese Entwicklung umzukehren, macht die Bundesregierung eine gewaltige Summe locker: Bis zum Ende des Jahres 2029 werden circa 1,75 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds fließen. Aus Brüssel gab es für die Förderung bereits grünes Licht von der EU-Kommission.
Wer von den Milliarden profitieren kann
Die Finanzmittel sind für die Wiederbefeuchtung von Arealen bestimmt. Ebenso sollen Wertminderungen bei Besitz und Bewirtschaftung kompensiert und neue Geschäftsideen entwickelt werden. Das Ministerium nennt als mögliche Beispiele die Gewinnung von Fasern aus Moorgewächsen, die für Papier, Kartonagen oder als Baustoffe dienen können.
Anträge stellen dürfen Grundbesitzer, Landwirte sowie Verbände. Das erklärte Ziel lautet, die derzeitigen 100.000 Hektar feuchter Moorlandschaft um zusätzliche 90.000 Hektar anwachsen zu lassen. Die finanzielle Unterstützung deckt sowohl eine sanfte Bewirtschaftung als auch die vollständige Herausnahme der Flächen aus der Nutzung ab. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
