Tödliche Gefahr  Luftballons töten tausende Tiere – dabei gibt es Alternativen...

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Luftballons legen bis zu Tausend Kilometer zurück.

Köln – Bunte Luftballons für einen spaßigen Kindergeburtstag, Heliumballons für eine traumhafte Hochzeit. Egal ob auf privaten Festen oder öffentlichen Veranstaltungen – um besondere Momente unvergesslich zu machen, lassen wir immer wieder hunderte Luftballons in den Himmel steigen und schauen den bunten Flecken am Himmel hinterher, bis sie so weit weg sind, dass wir sie nicht mehr sehen können.

Doch verschwunden sind die Ballons keineswegs. Im Gegenteil: Für uns einen schönen Augenblick geschaffen, finden die Gummi-Ballon-Reste in Hundert bis Tausend Kilometer Entfernung den Weg zurück auf unsere Erde – und werden dort der Umwelt und den Tieren zum Verhängnis.

Luftballons: Schädliche Folgen für Vögel und Meerestiere 

Die Ballons aus Gummi haben verheerende Folgen für Vögel und Meerestiere, wie die Aktionsgemeinschaft Artenschutz berichtet. Wale, Schildkröten, Delfine und Seevögel verfangen sich in den Plastik-Schnüren der Luftballons und können sich so nur noch eingeschränkt bewegen und ernähren.

Zudem verwechseln sie die Unmengen an Kunststoffresten im Meer mit Nahrung und fressen sogar ganze unverdaubare Ballons, was auf kurz oder lang zum Tod der Tiere führt.

Der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zu Folge untersuchte ein australisches Forscherteam 1733 verstorbene Vögel. Das Ergebnis: Bei jedem dritten Vogel befand sich Plastik im Magen. Vor allem das weiche Plastik – wie bei Ballons – ist für die Tiere tödlich, da es den Magen-Darm-Trakt häufiger verstopft als hartes Plastik.

Ballons als Gefahr für die Umwelt: Abbaubare Ballons sind keine Lösung

Mittlerweile gibt es Luftballons, die aus natürlichem Material hergestellt werden. Doch selbst diese Fair-Trade-Luftballons aus Naturkautschuk stellen eine Gefahr für Tiere dar. Denn auch wenn sie als biologisch abbaubar gelten, nimmt der Zersetzungsprozess mehrere Monate bis Jahre in Anspruch.

Umweltschädliche Luftballons: Lösung – einfach festhalten

Um die Geburtstagsparty oder Hochzeitsfeier auch ohne „Luftballons steigen lassen“ bunt, kreativ und spaßig zu gestalten, gibt es einige Alternativen.

Wenn man auf keinen Fall auf gewöhnliche Luftballons verzichten kann, gibt es einen ganz einfachen und naheliegenden Trick – festhalten statt loslassen. Bunte Ballons dienen der perfekten Party-Dekoration, sind so nicht nur für einen kurzen Moment zu sehen und können außerdem im Anschluss ordnungsgemäß entsorgt werden.

Und auch für den Kindergeburtstag lassen sich Luftballons anderweitig verwenden. Mit ein wenig Übung kann man lustige Figuren aus den Ballons formen. Zusammen wird daraus ein bunter und kreativer Spaß, der danach einfach zu entsorgen ist.

Zum Umweltschutz: Luftballon-Alternativen

Und auch ganz ohne Ballons kann man eine Party schön gestalten. Statt Luftballons kann man wiederverwendbare kleine Windräder aufstellen oder Papier-Girlanden und bunte Flaggen aufhängen, die lustig im Winde wehen.

Auch Seifenblasen treiben mit dem Wind, steigen auf in den Himmel und platzen dort – ein ähnlicher Effekt wie steigende Luftballons, nur ohne negative Folgen für Tiere und die Umwelt.

Luftballon-Verbot: Für den Umweltschutz

In zahlreichen niederländischen Gemeinden wurde es mittlerweile sogar verboten, Luftballons steigen zu lassen. Auch in Deutschland tut sich diesbezüglich etwas.In NRW hat sich bereits die erste Stadt gegen das steigen lassen von Ballons entschieden(hier lesen Sie mehr) und trägt somit ein Stück weit zum Naturschutz und dem Schutz der Vögel und Meerestiere bei. (sdm)

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