Schatz in der SchubladeDeutsche horten 167 Mio. alte Handys mit wertvollen Rohstoffen

Copyright: Lukas Barth/dpa
Ein etwas älteres Smartphone-Modell, noch voll funktionsfähig - was passiert damit, wenn die Nutzerin ein neueres Modell bekommt?
Millionen ausgedienter Smartphones verstauben ungenutzt in deutschen Schubladen.
Anstatt sie wiederzuverwerten, horten die Menschen hierzulande massenhaft alte Handys. Eine Erhebung des Digitalverbands Bitkom, von der die dpa berichtet, zeigt das krasse Ausmaß: 86 Prozent der Befragten gaben an, mindestens ein ungenutztes Gerät daheim zu lagern. Hochgerechnet auf die Bevölkerung ab 16 Jahren ergibt das die unfassbare Summe von 167 Millionen Altgeräten.
Der Verband sieht es zwar als Fortschritt, dass diese Zahl zurückgeht, doch die Besserung kommt nur im Schneckentempo. Das ist ein riesiges Problem, denn in den ausrangierten Geräten schlummert ein echtes Vermögen.
Unmengen kostbarer Materialien bleiben ungenutzt
„Noch immer liegen in deutschen Haushalten enorme Mengen wertvoller Rohstoffe ungenutzt herum“, stellt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder klar. In alten Smartphones sind Materialien wie Gold, Silber und Kupfer sowie seltene Erden verbaut. Diese kostbaren Materialien gehören zurück in den Wirtschaftskreislauf.
Viele der ausgedienten Apparate sind noch intakt oder lassen sich wieder instand setzen. Rohleders klarer Appell an alle lautet: „Viele Altgeräte sind noch funktionsfähig oder können aufbereitet werden.“ Wer sein altes Mobiltelefon nicht mehr braucht, sollte daher überlegen, es zu veräußern, zu verschenken, für einen guten Zweck abzugeben oder von Profis überholen zu lassen.
Und was, wenn ein Handy endgültig den Geist aufgegeben hat? Dann ist die korrekte Beseitigung das A und O. „Und wenn ein Gerät endgültig ausgedient hat, muss es fachgerecht entsorgt werden - aber auf keinen Fall im Hausmüll“, lautet die unmissverständliche Ansage von Rohleder. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
