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Schock-Einsatz bei KölnGeringe Dosis ist tödlich: Kinder essen giftige Blüten auf Spielplatz

Auf einem Spielplatz in Bergisch Gladbach spielten sich besorgniserregende Szenen ab, weil mehrere Kinder die giftigen Blüten einer Pflanze gegessen hatten.

von Niklas Brühl (nb)

Am vergangenen Mittwoch (19. Juni 2024) ist es im Bergisch Gladbacher Stadtteil Frankenforst zu einem ungewöhnlichen Notarzteinsatz gekommen.

Betroffen waren sechs Kinder, die vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden.

Kinder essen giftige Blüten – Notarzteinsatz in Bergisch Gladbach

Aber was war genau passiert? Die Kinder hatten auf einem öffentlichen Spielplatz, der an die Grundschule in Frankenforst grenzt, die hochgiftigen Blüten der Goldregen-Pflanze gegessen. Die Feuerwehr und der Rheinisch-Bergischer-Kreis, der die Einsatzleitung innehatte, bestätigte die Vorkommnisse auf EXPRESS.de-Anfrage.

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Gerüchten zufolge, dass ein Kind aufgrund des Verzehrs der Blüten reanimiert werden musste, dementierte eine Sprecherin des Rheinisch-Bergischen-Kreises. Den sechs Kindern soll es mittlerweile wieder gut gehen.

Rose, Tulpe, Nelke...

Die Bedeutung der Blumen

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Wie aber kann es sein, dass auf einem städtischen Spielplatz hochgiftige Pflanzen wachsen? EXPRESS.de fragte bei der Stadt Bergisch Gladbach nach.

„Trotz regelmäßiger Spielplatzkontrollen durch unsere Abteilung StadtGrün können auch giftige Pflanzen durch natürliche Versamung keimen und wachsen. Im konkreten Fall ging es um einen Goldregen, der auf einem Spielplatz im dichten Gehölz zunächst unbemerkt gewachsen war. Dieser ist nach seiner Entdeckung umgehend entfernt worden“, sagt eine Sprecherin auf Anfrage.

Hier lesen: Giftpflanzen im eigenen Garten – das ist die tödlichste „Blume“ Europas

Auch das weitere Umfeld des Spielplatzes sei von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kontrolliert worden, genauso wie weitere öffentliche Spielplatzflächen. „Innerhalb der nächsten vier Wochen wird auf allen Spiel- und Bolzplätzen in unserer Stadt eine entsprechende Sonderkontrolle durchgeführt. Es besteht allerdings keine allgemeine Gefahr auf unseren städtischen Spielplätzen“, sagt die Stadtsprecherin weiter.

Außerdem solle demnächst ein Infoblatt für Aufsichtspersonen in Schulen und Kindergärten herausgegeben werden, mit deren Hilfe sie giftige Pflanzen identifizieren und entfernen können.

Blüten des Goldregens enthalten das Gift Cytisin

Die Sprecherin der Stadt ergänzt: „Wenn jemand eine der oben genannten giftigen Pflanzen auf öffentlichen Spielplätzen entdeckt, kann er dies an die Abteilung StadtGrün melden, die sich umgehend um die Entfernung der Pflanze kümmern wird.“

Die Blüten des Goldregens enthalten das Gift Cytisin, das vor allem bei Kindern schon in kleinen Mengen (zehn bis fünfzehn Samen) tödlich sein kann. Besonders tückisch ist die Pflanze aufgrund ihres auffälligen Aussehens – viele Kinder verwechseln die Hülsen mit Erbsen und Bohnen.