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KVB am Dienstag, jetzt geht's weiter Nächster XXL-Streik für Köln bereits am Mittwoch

Streik_Pflege_Symbol

Streik in Köln: Nach dem KVB-Ausstand am Dienstag geht es am Mittwoch (30. September) im Gesundheitswesen weiter. Das Symbolfoto wurde 2018 in einem Hamburger Krankenhaus aufgenommen.

Köln – Streik in Köln! Am Dienstag (29. September, 3 Uhr) stehen unter anderem die KVB-Bahnen für 24 Stunden komplett still. Doch schon einen Tag später geht es weiter. Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) am Dienstag mitteilte, steht in Köln und anderen Städten am Mittwoch schon der nächste XXL-Streik ins Haus!

„Verdi ruft die Beschäftigten in vielen Einrichtungen des Gesundheitswesens in Nordrhein-Westfalen für Mittwoch im Rahmen der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes zu einem Streik auf”, heißt es in einem offiziellen Statement der Gewerkschaft.

Nächster Streik in Köln: Gesundheitswesen zu Protest aufgerufen

In Köln sollen unter anderem Beschäftigte der kommunalen Kliniken, diverse psychiatrische Kliniken des Landschaftsverbands Rheinland, sowie die Sozial-Betriebe-Köln (Pflegeeinrichtungen für Senioren und Werkstätten für Menschen mit Behinderung) vom Warnstreik betroffen sein.

Dazu Daniel Kolle, Bezirksgeschäftsführer Köln-Bonn-Leverkusen von Verdi: „Die kommunalen Arbeitgeber verweigern den Beschäftigten, denen in den letzten Monaten der Applaus der Öffentlichkeit galt, die seit langem fällige Aufwertung und Anerkennung.”

Streik in Köln: Kundgebung startet ab 10 Uhr am Wiener Platz

Die Streikenden sind darüber hinaus aufgerufen, ab 10 Uhr an einer Kundgebung auf dem Wiener Platz in Köln teilzunehmen. Dort sollen die Forderungen der Gewerkschaft unterstrichen werden. Sowohl Kolle als auch Katharina Wesenick (Leiterin des Landesfachbereichs Gesundheit, soziale Dienste und Kirchen) werden dort zu den Beschäftigten sprechen.

Verdi fordert für alle 2,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro und die Anhebung der Azubi-Vergütung um 100 Euro. Außerdem erwarten die Beschäftigten Entlastung durch zusätzliche freie Tage und die Angleichung der Arbeitszeiten im Osten an das westdeutsche Niveau.

Streik in Köln: „Falsch, gegen die Krise anzusparen”

„Unsere Forderungen und Erwartungen sind moderat und berücksichtigen diese besondere Zeit“, erklärt Katharina Wesenick. „Entgelterhöhungen sind nicht nur aus Sicht der Betroffenen nötig. Sie sind auch wichtig, um die Kaufkraft und damit die Konjunktur anzukurbeln. Es wäre völlig falsch, gegen die Krise anzusparen – auch in der Tarifpolitik.“

Die Gespräche der Tarifparteien werden im Gesundheitssektor ausgeweitet, da zusätzliche Forderungen der Gewerkschaft im Raum stehen. Hier fordert Verdi eine Pflegezulage von 300 Euro, eine bessere Bezahlung im öffentlichen Gesundheitsdienst und die Begrenzung der Arbeitszeit im Rettungsdienst auf 45 Stunden pro Woche.

Außerdem sollen die Pausen in Wechselschichten auf die Arbeitszeit angerechnet und der Samstags-Zuschlag auf 20 Prozent angehoben werden – laut Verdi noch offene Versprechungen aus der letzten Tarifrunde. (tw, aa)

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