Nach Leck in PipelineSanierung im Kölner Süden: Endlich gute Nachrichten von Shell

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Die Sanierungsarbeiten der Shell-Raffinerie in Köln-Godorf (hier ein Foto aus dem Jahr 2007) werden deutlich schneller fertig als geplant.

Köln – Die geplante Sanierung der Rohrleitungen auf dem Shell Werksgelände in Köln-Godorf wird voraussichtlich deutlich früher abgeschlossen als ursprünglich geplant. Das berichtete der Shell Energy and Chemical Park Rheinland am Mittwoch (24. März).

  • Sanierung des Shell Werksgeländes in Godorf
  • Im April 2020 wurde ein Leck in einer Pipeline entdeckt
  • Ende der Sanierungsarbeiten deutlich früher

Seit 2014 arbeitet Shell in Godorf daran, die unterhalb der Straße herführenden Rohrleitungen zu Brückenkörpern umzubauen.

Shell-Raffinerie Godorf: 2020 wurde Leck in Pipeline gefunden

Im Frühjahr 2020 musste das Programm jedoch ungeplant neu aufgesetzt werden, als ein Leck in einer der Pipelines entdeckt worden war. Sage und schreibe 450.000 Liter Dieselöl sollen aus dem gerade mal 1,5 Zentimeter großen Loch ins Erdreich gesickert sein.

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Daraufhin erweiterte Shell das Sanierungsprogramm und ließ das eigene Sicherheitsmanagement von einem unabhängigen Expertenteam untersuchen. Die Gutachter seien zu dem Schluss gekommen, dass die ehemals hohe Zuverlässigkeit der Mantelrohre, in denen die Leitungen die Straße unterqueren, nicht mehr gesichert werden könne.

Ganz im Gegenteil: Die Rohre seien deutlich beschädigt und angerostet gewesen. Die Gutachter sahen dringenden Handlungsbedarf.

„Die 2020 entdeckte Leckage ist nicht tolerierbar. Wir sind unseren eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden. Umso mehr haben wir uns bemüht, unter Beachtung aller sicherheitsrelevanten Aspekte Möglichkeiten zu finden, die Risiken zu reduzieren und die Maßnahmen zu beschleunigen und werden dies auch weiterhin tun”, erklärte Marco Richrath, General Manager des Shell Energy and Chemical Park Rheinland.

Shell-Raffinerie in Köln-Godorf fünf Jahre früher fertig

Ursprünglich rechnete das Unternehmen mit einer Fertigstellung der Sanierung im Jahr 2034. Jetzt konnte sie jedoch bereits auf 2029 vorgeschoben werden – also fünf Jahre früher.

Die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Ursula Heinen-Esser begrüße die geplante Beschleunigung, berichtet Shell.

Insgesamt mussten 145 Rohre in Brückenkörper umgebaut werden. Ende 2020 seien bereits 68 fertiggestellt worden. Die restlichen Rohre werden nun bis 2025 freigelegt. Dabei solle der Fokus auf kritische Kreuzungspunkte liegen, wobei das Risiko eines Lecks um 80 Prozent minimiert werde. Der abschließende Umbau sei schließlich bis 2029 geplant.

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Parallel zu den Arbeiten soll jährlich das weitere Beschleunigungspotenzial der Sanierungsarbeiten ermittelt und umgesetzt werden. Laut Professor Dr. Christian Jochum, Leiter des Gutachterteams, sei wegen der festgelegten Maßnahmen und der Beschleunigung der Sanierung der weitere Betrieb bis zur endgültigen Sanierung vertretbar, berichtet Shell. (cab)