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Die Shell-Raffinerie in Godorf.

Köln – Still, stiller – Großstillstand bei der Shell Rheinland Raffinerie in Godorf! Für eine großangelegte TÜV-Untersuchung sowie umfassende Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten wird seit Montag bis Mitte Oktober ein Großteil der Anlagen heruntergefahren. Das komplette Werk wird gereinigt, inspiziert und bei Bedarf repariert.

Shell Raffinerie: Abschaltung aller Anlagen

Drei Jahre lang wurde die Abschaltung aller Anlagen generalstabsmäßig vorbereitet, der detaillierte Terminplan umfasst 55.000 Arbeitsschritte auf 1200 Seiten! „Zur Vorbereitung wurden 100.000 Kubikmeter Gerüste verbaut. 30 Kräne kommen zum Einsatz“, heißt es von einer Shell-Sprecherin. „Unter anderem werden allein 50.000 Dichtungen und 115.000 Schrauben ausgetauscht.“ Die Checkliste ist mehrere tausend Seiten lang.

Shell Godorf: Mehr als 2500 zusätzliche Arbeiter 

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2500 zusätzliche Arbeiter verschiedenster Fachfirmen rücken an, um die Shell-Kollegen bei den Wartungsarbeiten zu unterstützen. 325 Baucontainer mit Sanitäreinrichtungen werden aufgestellt, zudem soll ein „riesiges Verpflegungszelt“ für die hungrigen und durstigen Malocher errichtet werden.

Shell: Wichtige Hinweise an die Anwohner

Shell warnt schon jetzt: Überschüssiges Gas in den Anlagen wird verbrannt – es kann also immer wieder zu Fackeltätigkeiten, also im Kölner Süden weit sicht- und hörbaren Flammen kommen. „Zudem können Montage- und Reinigungsarbeiten auf dem Waschplatz und in den Anlagen Lärm verursachen“, so Shell. „Unser Ziel ist, die Raffinerie auch in den nächsten Jahren weiter sicher und zuverlässig zu betreiben“, sagt Raffineriedirektor Dr. Marco Richrath. Die Treibstoffversorgung soll trotz des Großstillstandes weiterlaufen.

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Poller statt Pöhler: Der Fußballplatz wurde zu einem großen Parkplatz umgebaut.

Shell: Drehort für „Das Wunder von Bern“ 

Sportlicher Randaspekt: Der durch den preisgekrönten Sönke-Wortmann-Kinofilm „Das Wunder von Bern“ (3,5 Mio Zuschauer) berühmt gewordene Fußballplatz an der Bunsenstraße ist erst mal Geschichte. Da, wo der SV Godorf viele Jahre lang trainierte und im Film der spätere WM-Held von 1954 Helmut Rahn vor den Industrieanlagen kicken lernte, wurde die Spielfläche jetzt zu einem Mega-Parkplatz umgebaut. Mehr als 100 Poller wurden in den Boden gerammt und mit Ketten und Einbahnstraßen-Schildern bestückt. Hier sollen die auf dem Werksgelände tätigen Arbeiter und Firmen ihre Autos und Brummis abstellen. Der SV Godorf ist bereits umgezogen, an die Remigiusstraße in Sürth. Auf einen neuen Ascheplatz - und mit „Atlas Copco“ nebenan ebenfalls vor Industriekulisse.

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Stammgast beim Fußballtraining: Dieser Fuchs war 2014 der Mannschaftsliebling des SV Godorf. 

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