Sportler betreten NeulandEx-FC-Spieler Salih Özcan eröffnet spezielles Fitnessstudio in Köln

Salih Özcan und Dominic Reinold bei der Eröffnung.

Salih Özcan und sein Geschäftspartner Dominic Reinold bei der Eröffnung des Studios in Köln.

BVB-Profi Salih Özcan hat zusammen mit seinem Geschäftspartner Dominic Reinold in Köln das erste Performance-Studio nur für die Fußball-Branche eröffnet.

von Marcel Schwamborn (msw)

„Wir machen dich besser!“ Dieses Motto hat sich Dominic Reinold (34) auf die Fahne geschrieben. Seit acht Jahren arbeitet der ehemalige Fußball-Profi und studierte Sportwissenschaftler mit Top-Fußballern und -Fußballerinnen, um diese auf ein besseres Level zu bringen.

Mit seiner Firma Domletics bietet er Individualtraining für Kicker an, die große Ziele verfolgen. Seit sechs Jahren ist auch BVB-Star Salih Özcan (25) einer seiner Klienten. „Ihn kenne ich schon, seit Salih 13 war. Mein Vater hat ihn damals unter anderem beim 1. FC Köln trainiert“, sagt Reinold zu EXPRESS.de.

Studio von Domletics ist in Köln-Weiden zu finden

Aus diesem Kontakt entstand eine gemeinsame Geschäftsidee. „Anfang des Jahres haben wir gemeinsam überlegt, wie wir zusammenarbeiten können. Herausgekommen ist das deutschlandweit erste Performance-Studio, das sich auf eine Sportart spezialisiert hat“. An der Aachener Straße in Weiden konnte das Duo nun die 200 Quadratmeter großen Räumlichkeiten einweihen.

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Es gibt einen Freihantelbereich, eine Players Lounge. „Wir haben ein Team aufgebaut, mit Physios, Athletiktrainern, Ernährungswissenschaftlerin, Sportpsychologen“, sagt Özcan.

Reinold, der in den USA und Kanada studiert hat, bringt die Trainingslehre ein, Özcan, der als Nationalspieler und Champions-League-Teilnehmer auf Top-Niveau spielt, kann Feedback zu Themen wie Belastungssteuerung geben und dient als Mentor für die Jugendspieler, die sich zusätzliche Einheiten leisten.

Viele Aktive aus den Nachwuchs-Leistungszentren der Region gehören schon zum Kundenstamm, zudem Kicker, die mindestens Regionalliga-Niveau haben. „Wir arbeiten sehr individuell“, sagt Reinold. „Auch bei Profi-Vereinen, die schon große Fitness-Trainer-Teams haben, wird in meinen Augen nicht individuell genug gearbeitet. Durch Extra-Training kann man noch viel aus sich rausholen“.

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Selbst bei Bundesliga-Klubs sei in der Trainingsgestaltung noch Luft nach oben. „Da wird oft noch sehr konservativ gearbeitet. Uns geht es bei den Übungen um Qualität und nicht um Quantität“, sagt der Studio-Inhaber. „Dieser Ansatz hat Salih überzeugt. Er glaubt an den Erfolg des Projekts“.

Bei vielen Vereinen sehen die Verantwortlichen es nicht unbedingt gern, wenn die Aktiven neben dem Training im Klub Extraschichten schieben. „Viele Vereine sind leider oft negativ gegenüber Privat-Trainern eingestellt. Wir möchten gern transparent mit den Klubs die Arbeit kommunizieren. Das ist aber oft schwierig. Deshalb besuchen uns viele heimlich, um noch an ihren Schwächen zu arbeiten“.