RheinEnergie erhöht Gaspreise um 133 Prozent Lohnt sich ein Wechsel? Das müssen Sie jetzt wissen

Russlands Gasverknappung schlägt sich auf die Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher durch, auch Kundinnen und Kunden von RheinEnergie müssen ab Herbst mehr zahlen. Lohnt sich da ein Wechsel? Ein Gaszähler hängt in unserem Symbolbild im Keller eines Einfamilienhauses.

Russlands Gasverknappung schlägt sich auf die Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher durch, auch Kundinnen und Kunden von RheinEnergie müssen ab Herbst mehr zahlen. Lohnt sich da ein Wechsel? Ein Gaszähler hängt in unserem Symbolbild im Keller eines Einfamilienhauses.

Russland dreht den Gashahn immer weiter zu – und das bekommen auch die Verbraucherinnen und Verbraucher zu spüren. Kundinnen und Kunden von RheinEnergie müssen ab Herbst mehr als doppelt so viel zahlen. Nicht nur Gas, sondern auch Strom wird wegen der Krise teurer. EXPRESS.de erklärt, was Sie jetzt wissen müssen. 

Expertinnen und Experten warnen seit Monaten vor einer Preisexplosion, jetzt beginnen die Energieversorger in Deutschland, die Kundinnen und Kunden auf deutlich höhere Kosten vorzubereiten. 

RheinEnergie (zwei Millionen Kundinnen und Kunden) hat mitgeteilt, den Preis pro Kilowattstunde Gas zu anzuheben – und zwar drastisch. Er klettert von bislang 7,87 Cent auf 18,30 Cent, ein Anstieg um 10,43 Cent pro Kilowattstunde oder 133 Prozent. Der Grund laut Unternehmen: die gesteigerten Beschaffungskosten für Erdgas auf den Rohstoffmärkten.

Gas wird teurer: Im Oktober kommt Umlage der Regierung hinzu

In einer Pressemitteilung heißt es, die Beschaffungskosten von RheinEnergie hätten sich innerhalb von einem Jahr um 450 Prozent erhöht. 

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In diesen Kosten ist noch nicht die neue Gasumlage der Bundesregierung enthalten, die im Oktober kommen soll. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte erklärt, die Umlage werde einen Betrag von 1,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunde ausmachen, das würde „einige Hundert Euro pro Haushalt“ ausmachen.

Lohnt sich der Wechsel zu einem anderen Energielieferanten? Was ist dabei zu beachten? Während die Deutschen den Stromanbieter häufig wechseln, wird der Gasanbieter häufig nicht verglichen. Dabei ist die Kündigung einfach und ohne Risiko, schnell können Kosten gespart werden. Verbraucherschützerinnen und -schützer geben Tipps, worauf bei einem Wechsel geachtet werden muss. 

Gas und Strom immer teurer: Fällt bei einem Wechsel die Versorgung aus?

Fest steht: Ein Anbietervergleich lohnt sich derzeit besonders, denn nicht nur Gas, sondern auch Strom wird teurer – viel teurer. Grundsätzlich kann jeder seinen Energielieferanten wechseln – Kundinnen und Kunden entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten.

Auch das Risiko eines Gas- oder Stromausfalls besteht nicht. Die Versorgung mit Gas und Strom ist nach Angaben der Energieberatung der Verbraucherzentrale jederzeit gewährleistet.

Im Internet gibt es zahlreiche Vergleichsportale. Wer wechseln will, sollte aber bei den Angeboten aber nicht nur auf die Preise achten, rät die Bundesnetzagentur.

Gas und Strom teurer: Darauf sollten Verbraucherinnen und Verbraucher achten

Finger Weg von Angeboten mit Vorkasse oder Kaution, warnen Verbraucherschützer. Auch laut Bundesnetzagentur sind sie riskant. Denn: bei Insolvenz des Lieferanten können Kunden das bereits gezahlte Geld verlieren. Besser und der Normalfall sind monatlich zu leistende Abschlagszahlungen.

Achtung bei Bonuszahlungen - meist bekommt man sie nur einmalig. Doch Boni können die anfallenden Kosten der Folgejahre verfälschen, warnt die Bundesnetzagentur. Bei Vergleichsseiten sollte man darauf achten, ob bei den Suchkriterien Boni angewählt sind.

Auch vor Paketangeboten warnen die Experten - sie können teuer werden, wenn man von den vereinbarten Verbrauchsmengen abweicht.

Wie zuverlässig und serviceorientiert ein Anbieter ist, können auch die Online-Bewertungen anderer zeigen. Vor einem Vertragsabschluss sollten Wechselwillige daher ruhig einen Blick auf die Erfahrungen anderer Kunden mit diesem Lieferanten werfen.

Wann können Kunden den Energielieferanten wechseln?

Befinden sich Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung, können sie mit einer Frist von zwei Wochen kündigen und den Energieanbieter wechseln.

Der Schritt aus der Grundversorgung lohnt sich – so können Verbraucherinnen und Verbraucher meist besonders viel sparen. Mitunter mehrere hundert Euro pro Jahr, je nach Verbrauch und Haushaltsgröße, so die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Bei Preiserhöhungen haben Kunden in der Regel ein Sonderkündigungsrecht – unter Einhaltung der vertraglichen Kündigungsfrist können sie sich einen neuen Energieanbieter suchen.

Wer einen Sondervertrag hat – also nicht in der Grundversorgung ist – muss wissen: meist setzt das Sonderkündigungsrecht eine Vertragsänderung voraus.

Auch zum Ende der Vertragslaufzeit können Verbraucher den Energieanbieter natürlich wechseln, so die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Auch dann müssen sie die vereinbarte Kündigungsfrist einhalten. Tipp: Die Kündigungsfrist sowie das Ende der Vertragslaufzeit finden Verbraucher in ihrer Jahresabrechnung.

Übrigens: Meist kann man davon ausgehen, dass der neue Versorger den laufenden Vertrag kündigt - wenn er dafür eine Vollmacht hat. Diese kann man beim Abschluss des neuen Vertrags in der Regel gleich erteilen. (dpa/mg)

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