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„Jode Lade” Spezial-Konzept: Kölner Gastronom forschte jahrelang an einer Zutat

Gastronom Toni Pham in seinem Restaurant „Chum Chay” in Köln.

Gastronom Toni Pham in seinem Restaurant „Chum Chay” in der Kölner Innenstadt. 

Das Chum Chay in Köln ist neuer Jode Lade des EXPRESS. Alle Gerichte im Lokal sind vegan oder vegetarisch.

Köln. Ein gelbes Schild führt in einen ruhigen Hinterhof. Dort, im Herzen Kölns, versteckt sich ein kulinarischer Geheimtipp: EXPRESS hat das vegetarisch-vietnamesische Restaurant „Chum Chay“ getestet und zum neuen „Jode Lade“ gekürt! Das Restaurant überzeugt mit köstlichen vietnamesischen Gerichten und buddhistisch angehauchtem Charme.

Bis 2016 besaß Inhaber Toni Pham das vietnamesische Restaurant „Lu“ im Kwartier Latäng. Der Laden lief spitze – doch bei Toni veränderte sich über die Jahre etwas: Er achtete privat immer mehr auf gesunde, bewusste Ernährung und verzichtete häufiger mal auf Fleisch und Fisch.

Mangosalat mit Bio-Tofu und verschiedenem Gemüse im Chum Chay in Köln.

Bei „Chum Chay” sind alle Gerichte vegetarisch oder vegan. Auf dem Foto zu sehen ist Mangosalat mit Bio-Tofu und verschiedenem Gemüse. 

Obwohl er selbst nicht gänzlich vegetarisch lebt, kam ihm die Idee, ein komplett vegetarisches und veganes Restaurant zu eröffnen. Der ehemalige Modefotograf und Make-up-Artist verkaufte „Lu“ Ende 2016 und eröffnete im August 2017 sein neues Baby, „Chum Chay“, in der Kölner Innenstadt.

„Chum Chay”-Chef experimentiert zwei Jahre an Veggie-Kreation

Um seine Idee in die Tat umzusetzen, musste Toni lange experimentieren: Viele vietnamesische Gerichte werden traditionell mit Fischsoße hergestellt. Vegetarische Alternativen sind auf dem Markt verfügbar, kosten aber ein Vielfaches des Originals.

Zwei Jahre lang war Toni in der Küche kreativ, bis es ihm gelang, selbst eine vegetarische Soße mit ähnlicher Geschmacksnote zu kreieren. Seitdem produziert Toni seine Veggie-Fischsoße selbst und verfeinert damit seine Speisen, die solchen mit Fleisch in nichts nachstehen.

Der Eingang zum Restaurant „Chum Chay”.

Ein gelb-rotes Schild führt Kunden in einen ruhigen Hinterhof zum vegetarisch-vietnamesischen Restaurant „Chum Chay”.

Angebot: „Chum Chay“ setzt auf vegetarische und vegane Gerichte mit frischem Gemüse und bunten Zutaten. Zu den Vorspeisen zählen Bananenblüten- und Glasnudelsalat oder Frühlingsrollen. Wer mehr Hunger hat, kann Bandnudelsuppe, Bio-Tofu mit Reis, grünes, gelbes oder rotes Curry mit frischem Gemüse, Kartoffeln oder Reis und ausgewählten Gewürzen bestellen. Zum Nachtisch gibt es hausgemachten Mango-Pudding oder panierte Bananen. Auf Fleisch wird komplett verzichtet, alle Speisen sind mindestens vegetarisch. Vegane Gerichte sind in der Karte separat mit einem grünen Punkt markiert. Was Toni aber besonders wichtig ist: dass auch Nicht-Vegetariern und -Veganern seine Gerichte schmecken. „Wenn die Leute hier sind, dann sollen sie das Gefühl haben: Das schmeckt. Aber nicht, weil es vegetarisch ist. Sondern einfach, weil es schmeckt“, so der Gastronom.

Preise: Hauptgerichte kosten zwischen 8 Euro und 10 Euro. Vorspeisen liegen preislich zwischen 2,50 Euro und 7 Euro. Den Nachtisch gibt’s für rund 4 Euro.

Kölsch-Faktor: Vor 21 Jahren kam Toni aus Vietnam nach Deutschland – zum Studieren und für seinen Mann, mit dem er seitdem in Köln lebt. Nach Aufträgen als Modefotograf und Make-up-Artist entschied er sich 2011, in die Gastro-Szene einzusteigen. In seiner Familie stand die Gastro schon immer hoch im Kurs: 60 Jahre lang hatten seine Eltern und Großeltern in Vietnam bereits als Gastronomen gearbeitet. In Köln suchte er vergeblich nach einem guten vietnamesischen Restaurant, bis er entschied, selbst eines zu eröffnen. Unterstützt wurde er dabei von einer Freundin (später dann seine Geschäftspartnerin), die ihn in seiner Heimat Vietnam besucht hatte und ihn seitdem dazu drängte, seine Passion zu verfolgen.

Stimmung/Ambiente: Dunkle Holztische und -stühle verleihen dem Restaurant einen ruhigen, gemütlichen Charme. Die Wände hat Toni selbst gestrichen – in Gelb und Rot, zwei Farben, die auch im Buddhismus sehr beliebt sind. „Wenn ich hier bin, habe ich das Gefühl, Zuhause zu sein“, erklärt Toni. Ihn erinnert die Einrichtung des Restaurants an seine vietnamesische Heimat. Obwohl „Chum Chay“ sich in der Kölner Innenstadt befindet, ist die ruhige Innenhof-Lage von Vorteil. Vor dem Restaurant steht Kunden ein großer Außenbereich mit mehreren Tischen an der frischen Luft zur Verfügung.

Promifaktor: Bei Toni gehen regelmäßig Promis ein und aus. „Ich sage aber immer: Wir sind alle gleich, also wird auch jeder gleich behandelt“, so der Gastronom. „Alles easygoing und locker“, so Toni – das mache die „Chum Chay“-Mentalität aus.

Adresse: Friesenwall 29, 50672 Köln

Abholzeiten: Montag bis Samstag von 12 bis 21.30 Uhr bietet das „Chum Chay“-Team Takeaway an. Kunden können Essen telefonisch vorbestellen und dann abholen. Wenn die Coronakrise vorbei ist, kann natürlich wieder vor Ort gegessen werden.

Telefonische Bestellung: 0221/79003798

EXPRESS zeichnet seit Dezember 2020 in loser Folge Kölner Betriebe aus, nachdem sie getestet und für gut befunden worden sind. Das können Sie auf express.de nicht nur nachlesen – Sie können es auch im Stadtbild sehen. Jedes für gut befundene Lokal erhält an der Eingangstür das neue Gütesiegel „Jode Lade“.