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Wirbel um Raki-Werbung Kölner Verein empört: „Fühlen uns verletzt“ – nun muss Hersteller handeln

Eine Szene aus dem Video: Jesus hat Wasser und den Raki gemischt und nimmt gleich einen Schluck des milchigen Getränks, das wie eine Erscheinung wirkt. Im Werbeclip ist neben den Jüngern auch eine Frau am Tisch.

Jesus hat Wasser und den Raki gemischt und nimmt gleich einen Schluck des milchigen Getränks, das wie eine Er­schei­nung wirkt. Im Werbeclip ist neben den Jüngern auch eine Frau am Tisch.

Eine Raki-Werbung eines Unternehmens aus Eschweiler sorgt für Ärger. Nun hat die in Köln ansässige christlich-orthodoxe Gemeinde „Zerocha“ offiziell Beschwerde eingereicht.

Ein Werbeclip der Raki-Firma Yakamoz aus Eschweiler, der Jesus beim letzten Abendmahl mit dem berühmten türkischen Schnaps zeigt, sorgt bei der in Köln-Chorweiler ansässigen christlich-orthodoxen Gemeinde „Zerocha“ für Empörung.

Der Zentralrat zur Förderung und Schutz der Kultur der Rum-Orthodoxen Christen von Antiochien „Zerocha“ legte offiziell Beschwerde ein. Der Fall landete beim Werberat.

Kölner Verein legt Beschwerde ein: Raki-Hersteller muss Video ändern

Nun steht fest: Der Hersteller habe zugesagt, das Video zu ändern. Das teilte der Werberat am Donnerstag (16. Juni 2022) in Berlin mit, berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA).

Sollte die Firma Yakamoz sich dem widersetzen, droht eine öffentliche Rüge. In der Beschwerde heißt es unter anderem: „Wir fühlen uns als Christen sehr verletzt und bitten die Yakamoz GmbH unsere Religion zu akzeptieren, zu respektieren und den Werbespot aus dem Netz zu entfernen.“ Aus dem Netz nehmen muss das Unternehmen den Clip zwar nicht, aber ändern – beziehungsweise ergänzen.

Laut KNA habe der Werberat den Hersteller informiert. Die Raki-Firma habe sich daraufhin folgendermaßen geäußert: Man wolle einen aufklärenden Vorspann einfügen, „der insbesondere deutlich machen wird, dass mit der im Spot erfolgten Verfremdung des letzten Abendmahls keine Herabwürdigung des christlichen Glaubens einhergehen soll.“ Bisher wurde das Video allerdings noch nicht angepasst.

Im März 2022 berichtete EXPRESS.de über den Raki-Hersteller aus Eschweiler. Damals erklärte der Gastronom Deniz Tugcu (45): Vor drei Jahren habe er die Raki-Firma Yakamoz gegründet.

Tugcu hat armenische Wurzeln, „ich bin halb Christ, halb Alevite“, sagt er. „Ich würde den Propheten Jesus niemals beleidigen“.

Der Spot sei vielmehr ein Loblied auf Jesus und den Alkohol. Der sei im Christentum schließlich nicht verpönt. Und: Für den würdigen Rahmen habe er allein 4000 Euro für die Kleidung der Schauspieler ausgegeben.

Der fast dreiminütige, von einer Düsseldorfer Werbeagentur in Berlin produzierte Reklamespot (deutsch, mit türkischen Untertiteln) ist optisch wie Leonardo da Vincis Abendmahl-Gemälde aufgebaut.

Die biblische Geschichte von Jesus' schicksalhaftem Abend („einer von euch wird mich verraten“) wird aber zum fröhlichen Gelage mit Happy End umgeschrieben – mit Raki ... (mt/ade)

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