Geschmacklos Hakenkreuze pflastern „Wahlkampfstraße“ in Kölner Veedel

Mit Hakenkreuz beschmiertes Plakat in Köln-Ossendorf

Dieser Anblick bietet sich Anwohnern am Montag (16. August) auf der Butzweilerstraße.

Dass im Wahlkampf Plakate das Straßenbild prägen, ist nichts Neues. Ebenso wenig, dass viele häufig beschmiert werden. Erschreckend ist aber, was sich in der Nacht auf Montag (16. August) auf der Butzweilerstraße in Ossendorf ereignete.

Köln. Der oder die Täter beließen es nicht bei einer einzigen Schandtat. Gleich drei Plakate nacheinander räumten sie der Reihe nach auf der viel befahrenen Straße ab. Und besudelten die Wahlplakate der Grünen mit einem roten Hakenkreuz, dem Symbol der NS-Schreckensherrschaft, darauf.

Bilder der Nazi-Besudelungen machten in den sozialen Netzwerken sogleich die Runde und sorgten für Empörung. Ex-Festkomitee-Vorstand Bernd Höft postete Bilder der Plakate öffentlich und kommentierte empört: „Unfassbar!!! Das müssen wir heute morgen um 7 Uhr auf dem Weg zur Arbeit ertragen – und das ist am Nachmittag noch immer da!“

Nazi-Schmierereien: Grüne zeigen sich empört über braune Besudelung

Höft weiter: „In ‚meiner‘ Stadt darf kein öffentlicher Raum für Nazi-Symbole sein. Köln steht für ein freundliches, friedliches, offenes, menschenverbindendes Miteinander. Solche Schmierereien sind menschenverachtend und ekelhaft. So fängt Gewalt an.“

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Im Lager der grünen Wahlhelfer ist man ebenfalls fassungslos über die Entstellung der Plakate mit dem Symbol des Dritten Reiches, das für den Zweiten Weltkrieg und millionenfachen Massenmord symbolisch steht.

Plakathelfer Dirk Trapphagen mit einem Grünen-Plakat

Dirk Trapphagen hängt für die Grünen Plakate in Leverkusen auf und ist empört.

Dirk Trapphagen erreichten die Bilder der Verschandelungen ebenfalls. Er ist Plakathelfer in Leverkusen und hat Erfahrungen, wie man in solchen Fällen damit umgeht: „Normalerweise nehmen wir sie ab und ersetzen diese. Wer Wahlplakate zerstört, begeht laut Gesetz eine Sachbeschädigung. Ein Vorgehen wäre es, eine Anzeige gegen unbekannt zu stellen. Denn es ist kein Kavaliersdelikt, Wahlplakate zu zerstören“, weiß er.

Allerdings: Bürger, die verfassungsfeindliche Symbole auf Wahlplakate schmieren, also zum Beispiel Hakenkreuze, dürfen mit besonders harten Strafen rechnen. Mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe.

Die Polizei wurde laut ihm umgehend am Montag über die Nazi-Schmierereien informiert. Hoffentlich nur eine Frage der Zeit, ehe sie verschwinden ...

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