Mission verschoben Kölsche „Helga“ bleibt am Boden – NASA-Raumschiff mit technischen Problemen

Die Artemis-Rakete der NASA mit dem Orion-Raumschiff an Bord verlässt das Vehicle Assembly Building und bewegt sich langsam zur Startrampe 39B im Kennedy Space Center.

Die Artemis-Mission der NASA startet am Montag (29. August 2022). Hier ist die Rakete am 16. August 2022 in Cape Canaveral zu sehen.

Am Montag sollte eigentlich die Artemis-Mission der NASA starten. Im Raumschiff sollten sich keine Menschen, dafür aber zwei Puppen befinden – mit kölscher Beteiligung. Der Start wurde aber abgesagt.

Nach fast 50 Jahren wollte die NASA wieder ein Raumschiff zum Mond schicken. Die Artemis-Mission sollte eigentlich am Montag (29. August 2022) gegen 13.45 starten. Die NASA hat den geplanten Start der Mondmission jedoch abgesagt. Grund seien technische Probleme an einem der Raketentriebwerke, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Nächstmögliche Starttermine sind nun der kommende Freitag sowie Montag nächster Woche.

Zuvor hatte es bereits Verzögerungen gegeben, ein Sprecher hatte mitgeteilt, dass ein Triebwerk nicht die nötige Zieltemperatur erreicht habe. Auch ein Problem am Tanksystem war mitgeteilt worden. Menschen wären sowieso nicht an Bord gewesen, dafür aber Puppen. Eine heißt Helga – made in Kölle!

NASA-Mission: Puppe „Helga“ aus Köln ist dabei

Für den unbemannten Testflug werden die „Messpuppen-Zwillinge“ Helga und Zohar im Cockpit der Orion-Kapsel sitzen, die durch das European Service Module (ESM) angetrieben und versorgt wird.

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Bei dem sogenannten „Mare“-Experiment „wird erstmals die Strahlenbelastung auf den weiblichen Organismus außerhalb der Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS gemessen“, heißt es vom DLR in Köln-Porz.

Die Puppen Zohar und Helga liegen an Bord der „Orion“-Kapsel.

Bei der Artemis-Mission befinden sich zwei Puppen an Bord: „Zohar“ (hinten) und die kölsche „Helga“.

„Frauen haben ein allgemein höheres Risiko als Männer, an Krebs zu erkranken. Daher ist es wichtig, die Schutzmaßnahmen für die Besatzungen zukünftiger Langzeitmissionen auf Grundlage dieser Daten zu entwickeln.“ Die Torsos sind mit Strahlungsdetektoren ausgerüstet. Diese sollen zeigen, wie groß die Belastung innerer Organe von Astronautinnen auf der Reise wäre.

Was erwartet sich die NASA konkret von der Mission? „Wir fliegen zurück zum Mond für wissenschaftliche Entdeckungen, wirtschaftlichen Nutzen und zur Inspiration einer neuen Generation von Entdeckern“, heißt es von der NASA.

„Wir behalten die amerikanische Vorherrschaft in der Erkundung, aber bauen gleichzeitig eine globale Allianz und erkunden den tiefen Weltraum zum Nutzen aller.“ Auf dem Mond sollen unter anderem Möglichkeiten zur Herstellung von Sonnen- und Nuklearenergie ausgelotet werden. (red)

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