„Mitschreiben sparen“ Kölns frechster Anwalt kündigt Freispruch an – und behält recht

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Strafverteidiger Claus Eßer (50) erreichte für seinen Mandanten (27) einen Freispruch.

Köln – Gewohnt selbstbewusst gab sich im Landgericht der Kölner Strafverteidiger Claus Eßer (50). Zu Beginn eines Prozesses schwiegen er und sein Mandant, dem Raub vorgeworfen wurde.

Man wolle der Richterin das Mitschreiben und somit unnötige Arbeit ersparen, „da es ohnehin zum Freispruch kommt“, so Eßer.

Raub angeklagt

Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten (27) vor, sich an einem Überfall in Mülheim beteiligt zu haben. Mehrere Personen hatten hier im April 2013 eine Wohnung gestürmt, um Marihuana zu erbeuten.

Als die Täter keine Drogen fanden, hätten sie stattdessen Fernseher, Laptop, iPhone, und Playstation samt Spielen geraubt. Und zwar „unter Verwendung einer täuschend echt aussehenden Spielzeugpistole", wie es in der Anklage hieß.

Kein Tatnachweis

Tatsächlich konnte dem Angeklagten nach diversen Zeugenbefragungen eine Beteiligung an dem Raub nicht nachgewiesen werden. Zwar wurde er am Tatort gesehen, allerdings einige Zeit vor dem Verbrechen.

Die Vorsitzende Richterin der 20. Großen Strafkammer sprach den Angeklagten frei. Der schillernde Verteidiger Claus Eßer, der in Justizkreisen als Kölns frechster, aber auch sehr sympathischer Anwalt gilt (lesen Sie mal, was er und seine Ehefrau vor Jahren auf dem Juristenball trieben), sollte mit seiner kühnen Ankündigung zu Beginn des Prozesses also recht behalten. 

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(exfo)

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